Auf etwa 100.000 schätzte die deutsche Wildtierstiftung vor fünf Jahren die Zahl der jährlich in Deutschland durch Mähmaschinen getöteten Rehkitze. Ehrenamtliche Retter fanden je 100 Hektar abgesuchter Grünlandfläche ein Dutzend Rehkitze. Deren angeborener Schutzreflex befiehlt ihnen bei Gefahr, still zu bleiben und sich flach auf den Boden zu kauern. Man bezeichnet sie daher auch als „Drücker“.

Landwirte und Grundstückseigentümer können Drohne mit Pilot anfordern

Seit diesem Jahr leisten die Jäger in Wülfrath Hilfestellung, um die Zahl der versehentlich getöteten Rehkitze zu verringern. Beim Hegering ist eine Drohne mit einer Wärmebildkamera zur Kitzrettung stationiert. Diese Drohne könne von Landwirten oder Grundstückseigentümern mitsamt einem Drohnenpiloten angefordert werden, bevor die Wiesen gemäht werden, teilen die Jäger mit. Mit dieser Drohne suchen sie die Wiesen nach Jungtieren ab, damit diese nicht schwer verletzt werden oder den Mähtod finden.

Jahreshauptversammlung des Hegerings Wülfrath

Dies ist eine der Mitteilungen, die der Hegering anlässlich seiner Jahreshauptversammlung verkündete. Dabei sprachen die versammelten Jäger einstimmig dem altbewährten Vorstand das Vertrauen aus. So bleiben Luciana Volmer (Vorsitzende), Sabine Pferdekamp (2. Vorsitzende), Kirsten Weimann (Schriftführerin) und Frank Radermacher (Kassenwart) für vier weitere Jahre im Amt. Für ihr besonderes Engagement für die Jagd erhielten Sabine Pferdekamp und Lars Lipke die Verdienstnadel des Landesjagdverbandes in Bronze. Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum wurden Thomas Leppak, Lutz Onasch und Jörg Wehlmann geehrt. Nach langjähriger Pause konnte der Obmann für Brauchtum neu besetzt werden. Der Vorsitzende des Jagdhornbläserkorps Wülfrath, Thomas Leppak, übernimmt den Posten.

Und auch die Jagdhunde erhielten eine Auszeichnung – schließlich sind nur gut ausgebildete und nachweislich geprüfte Jagdhunde in der Jagd zugelassen. Vier weitere Hundeführer bestanden mit ihren Hunden Prüfungen: Vera Haug, Markus Diers, André Paulussen und Thomas Leppak.

„So stark aufgestellt kann der Hegering in eine gute Zukunft blicken“, schreiben die Wülfrather Jäger. Ein Schwerpunkt liege auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Der Verantwortliche für den seit 25 Jahren bestehenden Lernort Natur (LON), Axel Zobel, bietet Veranstaltungen für Wülfrather Grundschulen an. Im Herbst sind wieder die Waldjugendspiele geplant. 2025 nahmen laut Angaben des Hegerings 500 Grundschulkinder an LON-Veranstaltungen teil.