Bauarbeiten am ZOB Harburg.

AUDIO: Neuer ZOB in Harburg: Stahl steht, Zeitplan wackelt (1 Min)

Stand: 03.06.2026 07:22 Uhr

Es ist die Mega-Baustelle in Hamburg-Harburg: der ZOB. Seit genau zwei Jahren baut die Hamburger Hochbahn eine neue Busanlage. Rund 40.000 Fahrgäste täglich müssen seitdem Umwege in Kauf nehmen.

Mittlerweile hat sich beim ZOB optisch einiges getan: Die Tragkonstruktion fürs Dach ist zu sehen. 23 Stahlstützen, teilweise um die sechs Meter hoch und mit einem Gewicht von jeweils drei Tonnen bilden das tragende Gerüst der Anlage. Das Dach wird später eine Fläche von rund 5.200 Quadratmetern überspannen, begrünt sein und eine Photovoltaikanlage bekommen.

Kosten von 27 Millionen Euro

Das große Bauprojekt soll so wie geplant bis Ende des Jahres fertig werden, sagte Hochbahn-Sprecherin Saskia Huhsfeldt. Die Gesamtkosten liegen aktuell bei rund 27 Millionen Euro. Bei einer sehr frühen Projekt- und Kostenannahme weit vor dem Baustart war man noch von rund 17 Millionen Euro ausgegangen.

Künftig 150 Busse pro Stunde – aber erst ab 2027

Dort sollen künftig bis zu 150 Busse pro Stunde fahren. Einen Haken hat das Ganze aber noch: Für den Busbetrieb müssen die umliegenden Straßenarbeiten abgeschlossen sein. Das wird bis Ende des Jahres aber nichts mehr und zieht sich noch bis September 2027 hin, so der Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG).

Arbeiten am „Doppelknoten“ starten im September

Die Arbeiten am sogenannten Harburger Doppelknoten und in der Moorstraße sollen am 10. September beginnen und die gesamte Maßnahme im September 2027 beendet sein, so der LBSG. Der Grund: Es ist eine der wenigen Kreuzungen im Hamburger Süden, wo Schwertransporte mit bis zu 160 Tonnen fahren dürfen. Daher wird die Hochbahn den Busbetrieb irgendwann nur schrittweise aufnehmen können. Wann genau, ist noch offen.

So wie in dieser Visualisierung soll der Busbahnhof im Hamburger Stadtteil Rahlstedt nach seiner Erweiterung aussehen.

Noch in diesem Jahr sollen die Busbahnhöfe Rahlstedt und Harburg fertig werden. Nach Jahren des Bauens enden die Beeinträchtigungen.