Dell-Auftrag vom Pentagon

Trump macht wohl an der Börse Kasse

Von reuters, afp, t-online

03.06.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Donald Trump investiert auch als Präsident an der Börse. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Yuri Gripas – Pool via CNP/imago)

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Donald Trump liebt den Deal. Nicht allein in der Politik. Ein Aktien-Investment des Präsidenten sorgt nun für Wirbel.

Donald Trump ist Geschäftsmann. Auch als Präsident im Weißen Haus, wie nicht nur sein Einsatz für seinen Golfplatz in Vietnam zeigt. Der Ökonom Rüdiger Bachmann sagte zuletzt zu t-online: „Trump will Geschäfte machen – für sich selbst und sein Umfeld.“ Nun legen Recherchen der „New York Times“ nahe, dass Trump auch an einem Auftrag des US-Pentagon verdiente.

Das Pentagon hatte in der Vorwoche einen Auftrag über rund 9,7 Milliarden Dollar an den US-Tech-Konzern Dell vergeben. Der Vertrag ist Teil des Core Enterprise Technology Agreement (CETA), einem pentagonweiten Rahmen für Microsoft-Lizenzen und Softwarebeschaffung. Dell soll Microsoft-Softwarelizenzen, Cloud-Abonnements und Lizenzen für lokal installierte Software bereitstellen und verwalten – quer durch die US-Streitkräfte, die Geheimdienste und die US-Küstenwache.

Die Aktien von Dell Technologies legten im vorbörslichen Handel um rund fünf Prozent auf 320 Dollar zu, nachdem sie die Sitzung am Mittwoch bei etwa 305 Dollar beendet hatten. Die „New York Times“ weist nun darauf hin, dass Trump zu Jahresbeginn Dell-Aktien im Wert von mindestens einer Million Dollar erworben hatte. Weitere Käufe folgten.

imago images 0846801339Vergrößern des BildesTrump und das Unternehmerpaar Michael und Susan Dell. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/CNP/AdMedia/imago)

Trumps Familie wies die Vorwürfe zurück. Der Präsident sei nicht ins tägliche Business eingebunden, hieß es. Die „New York Times“ zitiert Trumps Pressemitarbeiterin Amy Kelly mit den Worten: „Es gibt keinen Interessenkonflikt.“

Unabhängig vom Großauftrag der US-Regierung profitiert Dell in diesen Tagen vom KI-Boom an den US-Börsen. So stiegen die Aktien von Dell zuletzt um mehr als 30 Prozent, nachdem der Konzern seine Gewinn- und Umsatzprognosen für das Gesamtjahr angehoben hatte. Doch Trump hatte zuletzt selbst erklärt: „Go buy a Dell.“ Frei übersetzt: „Leute, kauft Dell.“

So bleibt ein fader Beigeschmack. Auf einer Dell-Veranstaltung hatte Trump das Unternehmen öffentlich gelobt. Das Unternehmerpaar Michael und Susan Dell hatte rund 6,25 Milliarden Dollar für die Präsidenten-Initiative „Trump Accounts“ gespendet. Das Programm soll Kinder zu eigenen Investitionen an der Börse ermutigen.