Neuartige ukrainische Langstrecken-Raketen-Drohnen vom Typ Peklo (Hölle)

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 03.06.2026 11:28 Uhr

10:43 Uhr

Nato-Generalsekretär Rutte zu Besuch in Kiew

Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist zu einem unangekündigten Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew angekommen. Das teilte der ukrainische Bahnbetreiber Ukrsalisnyzia mit und veröffentlichte Fotos von seiner Ankunft. Rutte wird nach Angaben seiner Sprecherin von den Botschaftern der Bündnisstaaten in Brüssel begleitet. Der Besuch ist demnach eine Reise des Nordatlantikrats, der das höchste politische Entscheidungsgremium der Nato ist und auf Botschafterebene in der Regel mindestens einmal in der Woche tagt. Zum genauen Programm des Besuchs wollte sich die Sprecherin aus Sicherheitsgründen nicht äußern. Rutte war in der Vergangenheit bereits öfter zu Gast in Kiew, um dort Präsident Wolodymyr Selenskyj und andere Politiker zu treffen. (Quelle: Reuters, dpa)

Mark Rutte

Russlands nächstes Ziel könnte die Nato sein, warnte Nato-Generalsekretär Mark Rutte gestern in Berlin. Oberst a.D. Ralph Thiele nennt die Warnung erschreckend und mahnt zur Mäßigung.

10:02 Uhr

Update: Russland meldet Drohnenangriffe – Mehrere Verletzte in St. Petersburg

Bei Drohnenangriffen auf St. Petersburg sind nach Angaben des Gouverneurs Alexander Beglow Teile der Infrastruktur in mehreren Bezirken beschädigt und mehrere Menschen verletzt worden. Konkrete Angaben zu den Schäden machte er nicht. Alle Einsatzkräfte sind seinen Angaben nach in erhöhter Bereitschaft. Der größte Flughafen von St. Petersburg stellte wegen der Angriffe für mehrere Stunden seinen Betrieb ein.

Die Ukraine teilte mit, die Angriffe hätten darauf abgezielt, das mehrtägige Wirtschaftsforum zu stören, an dem unter anderem der russische Präsident Wladimir Putin teilnehmen soll. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden das Ölterminal von St. Petersburg und der Militärstützpunkt Kronstadt getroffen. Selenskyj veröffentlichte in Onlinediensten ein Video mit Bildern von einem brennenden Öllager.

Russische Behörden meldeten den Abschuss mehrerer Drohnen über der Region Leningrad und im Anflug auf Moskau. In der Region im Nordwesten des Landes sind nach Angaben des Leningrader Gouverneurs Alexander Drosdenko drei Drohnen abgeschossen worden. Weitere 13 Drohnen habe die Luftabwehr vor der Hauptstadt abgefangen, erklärte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. In Michurinsk wurden nach offiziellen Angaben Gebäude beschädigt, Verletzte gab es demnach nicht. (Quelle: Reuters, dpa, AFP)

06:47 Uhr

Mehrere Gebäude in russischer Stadt Mitschurinsk bei ukrainischem Angriff beschädigt

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow sind nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Perwyschow unter anderem Nebengebäude einer Industrieanlage, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt worden. Perwyschow teilte auf Telegram mit, dass es keine Verletzte gebe. (Quelle: Reuters)

06:42 Uhr

Drohne trifft Reisebus in Region Donezk – Sieben Tote

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden sieben Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Die Drohne habe einen Reisebus getroffen, der zwischen Moskau und Simferopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen sei. (Quelle: Reuters, dpa)

Eine stilisierte Audiowelle auf blauem Hintergrund

03:12 Uhr

Kraftstoff wird auf der Krim und in Luhansk rationiert

Nach der von Russland annektierten Krim hat nun auch das russisch besetzte Gebiet Luhansk die Abgabe von Kraftstoff begrenzt. Nach Angaben der Besatzungsbehörden dürfen Benzin und Diesel vorerst nur noch in Mengen von bis zu 20 Litern pro Person verkauft werden. Begründet wird die Maßnahme mit den vorhandenen Vorräten und einer zuletzt gestiegenen Nachfrage. Die Beschränkungen seien vorübergehend.

Bereits zuvor hatte Russland auf der Krim die Benzinausgabe begrenzt. Zudem untersagte die Regierung erstmals die Ausfuhr von Kerosin bis Ende November, um die Versorgung des Binnenmarkts sicherzustellen. (Quelle: dpa)

00:54 Uhr

Selenskyj warnt vor weiterem großangelegten Luftangriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem möglichen weiteren massiven russischen Luftschlag in der Nacht gewarnt. Nach Geheimdienstinformationen könne es erneut zu einem großangelegten Angriff kommen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Er rief die Bevölkerung eindringlich dazu auf, Luftalarm ernst zu nehmen und Schutzräume aufzusuchen. Bereits in der vergangenen Nacht hatte Russland die Ukraine mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt. (Quelle: Reuters)

00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 2. Juni 2026

Bei den schwersten russischen Luftangriffen der vergangenen Wochen sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens 22 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. Hauptziel der Angriffe mit Raketen und Drohnen war die Hauptstadt Kiew. Dort kamen mindestens sechs Menschen ums Leben, nachdem unter anderem ein 24-stöckiges Wohnhaus von einer Rakete getroffen und teilweise zerstört wurde. In der Stadt Dnipro wurden mindestens 16 Tote gemeldet, unter ihnen drei Kinder.

Eine stilisierte Audiowelle auf blauem Hintergrund

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe 73 Raketen und 656 Drohnen eingesetzt. Nach eigenen Angaben wurden 40 Raketen und 602 Drohnen abgefangen. Insgesamt seien 38 Objekte getroffen worden. Zudem habe Russland acht Zirkon-Hyperschallraketen eingesetzt. In weiten Teilen des Landes galt Luftalarm. Auch Polen versetzte seine Luftverteidigung in erhöhte Alarmbereitschaft.

Menschen schauen durch die Fenster ihrer Wohnungen in Charkiw, die durch eine Explosion zerstört wurden.

Die Ukraine evakuiert mehrere Ortschaften in der Grenzregion nahe Charkiw. Wie der zuständige Regionalgouverneur mitteilte, müssen rund 7.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Angesichts der anhaltenden Angriffe ordneten die Behörden in der Grenzregion Charkiw die Evakuierung von mehr als 7.000 Menschen an. Gleichzeitig meldete Russland einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Raffinerie Ilski in der Region Krasnodar. Nach russischen Angaben entstand ein Feuer, Verletzte gab es nicht.

Eine stilisierte Audiowelle auf blauem Hintergrund

Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte zudem vor der Möglichkeit eines erneuten russischen Angriffs über Belarus. Hintergrund sind gemeinsame russisch-belarussische Militärübungen. Belarus gilt als enger Verbündeter Russlands im Krieg gegen die Ukraine.

00:00 Uhr

Ukraine-News von Mittwoch, 3. Juni 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe zum Krieg.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Russland führt Krieg gegen die Ukraine – Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.