Nach fünf Raubdelikten in Pongs, Ohler und Holt fahndet die Polizei mit einem Phantombild nach dem Tatverdächtigen. Er soll Frauen attackiert und ihnen Wertgegenstände entwendet haben. Die Taten gehen bis Pfingsten zurück. Erst am Dienstag, 2. Juni, soll er erneut zugeschlagen haben. Das berichtet die Polizei.

21-Jährige in Holt attackiert

So soll der Unbekannte am Pfingstmontag, 25. Mai, gegen 10.10 Uhr, einer 21-jährigen Frau auf einem Feldweg im Bereich Engelsholt ins Gesicht geschlagen und sie zu Boden geworfen haben. Dabei habe er ihr mehrere Ketten vom Hals gerissen. Zuvor habe der Mann auf einer Parkbank gesessen, die Frau gemustert und sei dann aufgestanden, um sie zu attackieren.

Zwei Frauen an einem Tag ausgeraubt

Am nächsten Tag – Dienstag, 26. Juni – soll der Verdächtige gleich zwei Frauen ausgeraubt haben. Gegen 10 Uhr habe er einer jungen Frau im Stadtwald das Handy entwendet. Weil sie sich gewehrt und das Mobiltelefon zurückgefordert hatte, habe der Mann ihr mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Gegen 10.45 Uhr habe er dann einer 13-Jährigen noch mehrere Ketten vom Hals gerissen, als diese mit dem Fahrrad an ihm vorbeifuhr. Die Tat ereignete sich auf einem Feldweg in der Nähe des Pongser Kamp.

Weitere Fälle und Zeugensuche

Die Polizei hatte bisher nur von der ersten Tat berichtet. Eine Sprecherin erklärt das am Mittwoch, 3. Juni, mit „ermittlungstaktischen Gründen“. Wie sie weiter berichtet, werden dem Tatverdächtigen mittlerweile zwei weitere Delikte zugeordnet: am Samstag, 30. Mai, 11.35 Uhr, soll er an der Konradstraße und am Dienstag, 2. Juni, 13.25 Uhr, im Stadtwald jeweils einer Frau gewaltsam die Kette entrissen haben.

Der gesuchte Mann ist zwischen 30 und 50 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß. Er hat eine kräftige Statur, einen dunklen Teint und trägt eine Glatze beziehungsweise kurze dunkle Haare. Er hatte ein dunkelgraues oder schwarzes Herrenfahrrad dabei. Bei der Tat am 25. Mai hatte er ein bordeauxrotes T-Shirt und eine kurze Hose an.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter Tel. 02161 290 entgegen. Dabei geht es nicht nur um Hinweise zu dem Verdächtigen, sondern auch zu möglichen Kaufanfragen des Schmucks.