Nach „überragendem“ Austausch 

Strobl übernimmt beim VfL Wolfsburg - Kommt gegen Ablöse vom SC Verl

©IMAGO

Der VfL Wolfsburg hat Tobias Strobl als neuen Cheftrainer bestätigt. Der 38 Jahre alte gebürtige Ingolstädter soll die Wölfe nach dem ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte wiederbeleben und perspektivisch ins Oberhaus zurückführen. Strobl kommt für eine nicht näher definierte Ablöse vom Drittligisten SC Verl und erhält einen Vertrag bis Juni 2028. Über die weitere Zusammensetzung des Trainerstabs wollen die Niedersachsen zeitnah informieren.

„Wir haben in kurzer Zeit viele Gespräche geführt. Im Ergebnis sind Pirmin Schwegler (Sportdirektor; d. Red.) und ich der festen Überzeugung, mit Tobias Strobl den richtigen Trainer gefunden zu haben“, erklärte der vom Coach zum Sport-Geschäftsführer aufgestiegene Dieter Hecking und ergänzte: „Er ist ein Trainer mit großer Energie und einer klaren Vorstellung vom Fußball, der trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung mit nach Wolfsburg bringt. Mit seiner erfolgreichen Arbeit an der Schnittstelle zwischen Nachwuchs und Profibereich hat er sich beim FC Augsburg einen Namen gemacht. Wie man eine Mannschaft formt und Spieler weiterentwickelt, sie auf ein neues Niveau bringt, das hat er nicht nur in Verl zuletzt eindrucksvoll nachweisen können.“

Strobl sagte: „Der Austausch mit Dieter und Pirmin war vom ersten Moment an überragend. Ich hatte sofort das Gefühl, dass es passt und die Aufgabe beim VfL Wolfsburg etwas Besonderes ist. Es reizt mich sehr, Teil davon zu sein und hier etwas Neues aufzubauen. Diese Herausforderung werde ich mit viel Positivität angehen, das ist mein Naturell. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die Zeit, die vor uns liegt.“


Dem Vernehmen nach gilt Hecking, der den Abstieg als Coach zuletzt nicht mehr verhindern konnte, als eine treibende Kraft einer Verpflichtung Strobls. „Sport1“ zufolge war der Coach auch Thema bei Arminia Bielefeld für die Nachfolge von Mitch Kniat.

Der ehemalige Augsburger Reservetrainer heuerte im vergangenen Sommer in Verl an, wo er sich ins Blickfeld der Niedersachsen beförderte. Die Ostwestfalen haben ihre historisch beste Saison der Geschichte auf Rang sechs in der 3. Liga abgeschlossen. Die Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum Karlsruher SC wischte Strobl Anfang April noch amüsiert beiseite, der VfL Wolfsburg lässt den Verl-Trainer jedoch zwei Monate später erweichen.

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