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München – Der Wiesn-Besuch wird auch in diesem Jahr kein Schnäppchen. Wer sich eine Maß gönnt, muss wieder tiefer in die Tasche greifen. In den Zelten kostet das Festbier zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Damit bleibt der Preis zwar noch knapp unter der 16-Euro-Marke pro Maß. Billiger wird der Abend auf der Theresienwiese trotzdem nicht.
Nach Angaben der Stadt München klettern die Bier-Preise im Durchschnitt um 2,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch alkoholfreie Getränke ziehen an. Für einen Liter Tafelwasser werden im Durchschnitt 11,13 Euro fällig, nach 10,95 Euro im Vorjahr. Der Liter Spezi kostet durchschnittlich 12,84 Euro statt 12,48 Euro. Sparen können Gäste beim Trinkwasser. Seit einigen Jahren gibt es auf dem Festgelände kostenlose Trinkwasserbrunnen – im Vorjahr waren es zehn.

Das Münchner Oktoberfest lockt jährlich zwischen sechs und sieben Millionen Besucher an
Foto: Robert Haas/SZ Photo/picture alliance/dpa
Wo es die günstigste Maß zu kaufen gibt
Am günstigsten ist die Maß in den großen Festzelten in diesem Jahr in der Augustiner-Festhalle. Dort kostet sie 14,90 Euro, 40 Cent mehr als im Vorjahr. Am meisten verlangen das Armbrustschützen-Festzelt, die Bräurosl und das Löwenbräu-Festzelt. Dort kostet die Maß Bier jeweils 15,90 Euro. BILD zeigt die kompletten Preislisten für 35 große und kleine Festhallen und Bierzelte auf dem Oktoberfest:
Das sagen die Wiesn-Wirte zur Preiserhöhung
Die Wiesn-Wirte sprechen von einer „moderaten“ Preiserhöhung. Der Preisdruck durch Corona-Krise und Ukraine-Krieg habe nicht nachgelassen. Auch der Iran-Krieg und stark gestiegene Transportkosten wirken sich aus. Wirtesprecher Peter Inselkammer betont: „Wir geben die Mehrkosten nicht komplett weiter an unsere Gäste.“ Der Einkauf sei um 6,5 Prozent teurer geworden.
Nur dieses Festzelt senkt den Preis
Eine Nullrunde gibt es im Volkssängerzelt (Oide Wiesn) und im Wirtshaus im Schichtl. Dort bleibt die Maß bei 14,90 Euro. Beide Betriebe verzichten auf eine Erhöhung, was auf der Wiesn eher selten ist. Noch ungewöhnlicher ist der Schritt von Alexander Egger. Mit seinen Münchner Stubn, einem mittelgroßen Zelt, senkt er als Einziger den Preis. Die Maß kostet dort nun 15,50 Euro statt 15,80 Euro im Vorjahr.
Wird das Essen ebenfalls teurer?
Bei den Speisen soll es nicht teurer werden. „Hier bewegen wir uns auf dem Niveau des Vorjahres, und das, obwohl die Kosten für Security, Auf- und Abbau und das eigene Personal gestiegen sind“, sagte Wirtesprecher Christian Schottenhamel.

Die Münchner Stubn senkt als einziges Festzelt den Bier-Preis – immerhin um 30 Cent pro Maß
Foto: SvenSimon/picture alliance/dpa
Stadt München prüft Bier-Preise
Die Getränkepreise werden nicht von der Stadt München vorgegeben. Die Wiesn-Wirte kalkulieren selbst. Die Stadt prüft lediglich, ob die Preise aus ihrer Sicht angemessen sind. Als Vergleich dienen unter anderem die Preise in Münchner Gaststätten. Dort kostet ein Liter Bier derzeit zwischen 7,70 und 13,40 Euro.
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