Kinskis Anwalt Christian Schertz hatte Wenders‘ Rede als Versuch kritisiert, sich der persönlichen Verantwortung zu entziehen. Da Wenders ein persönliches Gespräch mit Kinski zu der Szene laut Schertz „bereits seit Jahren verweigert“, hatte der Anwalt – vor der jetzigen Mitteilung von Wenders – den Übergang zu formalen juristischen Schritten angekündigt.

Mit Filmen wie „Der Himmel über Berlin“, „Buena Vista Social Club“ und „Perfect Days“ ist Wenders einer der angesehensten Filmemacher Deutschlands geworden. Mit Kinski hatte er auch das Roadmovie „Paris, Texas“ gedreht.

2015 wurde er mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale geehrt. In diesem Jahr verlieh ihm die Deutsche Filmakademie den diesjährigen Ehrenpreis. Wenders war außerdem viermal für einen Academy Award, den Oscar, nominiert, u.a. für den Tanzfilm „Pina“ (2011) und den Dokumentarstreifen „Das Salz der Erde“ (2014).