Newsblog zum Krieg in Nahost

Israel und Libanon vereinbaren „Umsetzung von Waffenruhe“

Aktualisiert am 04.06.2026 – 01:22 UhrLesedauer: 16 Min.

Rauch steigt nach einen israelischen Angriff im Südlibanon auf. Jetzt soll es Sicherheitszonen geben. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Rauch steigt nach einen israelischen Angriff im Südlibanon auf. Jetzt soll es Sicherheitszonen geben. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Mohamad Zanaty/imago)

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Trump bestätigt einen telefonischen Ausraster. Der Iran spricht weiter mit den USA. Alle Entwicklungen zum Krieg in Nahost im Newsblog.

Israel und Libanon vereinbaren „Umsetzung von Waffenruhe“

Israel und der Libanon einigten sich am Mittwoch darauf, ihren brüchigen Waffenstillstand zu verlängern und eine Reihe von „Pilot“-Sicherheitszonen im Libanon einzurichten, aus denen Hisbollah-Kämpfer verbannt werden sollen. In einer gemeinsamen Erklärung, die nach einer vierten Runde der von den USA vermittelten Gespräche im Außenministerium veröffentlicht wurde, erklärten beide Seiten, der Waffenstillstand hänge „von einer vollständigen Einstellung der Feuergefechte durch die Hisbollah und der Evakuierung aller Hisbollah-Kämpfer“ aus den Gebieten südlich des Litani-Flusses ab.

Es war zunächst unklar, wie die Sicherheitszonen eingerichtet werden sollen, doch sieht die Vereinbarung vor, dass die libanesische Armee die volle Kontrolle über diese Gebiete übernimmt.

Iran: Gespräche mit USA gehen noch weiter

Inmitten von Spekulationen über ein Ende der Verhandlungen zwischen USA und Iran betont der iranische Außenminister, dass weiter Kontakte bestehen. Die Gespräche mit den USA seien nicht abgebrochen, sagte Abbas Araghtschi dem libanesischen Sender Al-Majadin, der der Hisbollah-Miliz nahesteht, in einem Interview, das auch in iranischen Medien veröffentlicht wurde.

Es gehe in den Verhandlungen jedoch erst voran, wenn der Krieg gegen den Iran sowie im Libanon beendet sei, sagte er demnach weiter. In den vergangenen Tagen hatten iranische Medien unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, Gespräche zwischen den Kriegsparteien seien abgebrochen worden.

Kuwait weist iranische Diplomaten

Kuwait hat als Reaktion auf die jüngsten iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet zwei iranische Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt und deren Ausreise binnen 24 Stunden angeordnet. Zudem werde die Zahl der Mitarbeiter der iranischen Botschaft im Emirat reduziert, teilte das kuwaitische Außenministerium am Mittwoch auf der Plattform X mit.

Demnach wurde der kommissarische Geschäftsträger der iranischen Botschaft in Kuwait ins Außenministerium einbestellt. Dort übergab ihm die Regierung eine formelle Protestnote gegen die nach kuwaitischer Darstellung anhaltenden iranischen Angriffe.

Die Entscheidung sei aufgrund der fortgesetzten und schweren iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen getroffen worden. Die Einrichtungen hätten mehrere zivile Einrichtungen und lebenswichtige Anlagen zum Ziel gehabt, darunter den Internationalen Flughafen Kuwait.

Netanjahu „verdammt irre“: Trump bestätigt Wutausbruch

US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einem Telefonat scharf kritisiert zu haben. Dabei habe er Netanjahu „verdammt irre“ („fucking crazy“) genannt. Er sei verärgert über die anhaltenden militärischen Aktionen Israels im Libanon gewesen und habe Netanjahu aufgefordert, weitere Angriffe zu unterlassen. Zuvor hatten US-Medien über die ungewöhnlich deutliche Wortwahl Trumps berichtet.