Ausverkauft, riesig, teuer

Rock im Park bricht alle Rekorde – das steckt dahinter

Aktualisiert am 04.06.2026 – 06:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Besucher des Open-Air-Festivals "Rock im Park" singen bei einem Konzert mit (Archivbild): Auch die Anreise der Musikfans und der Ablauf des Open-Airs erfordert viel Logistik.Vergrößern des Bildes

Besucher des Open-Air-Festivals „Rock im Park“ singen bei einem Konzert mit (Archivbild): Auch die Anreise der Musikfans und der Ablauf des Open-Airs erfordert viel Logistik. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

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80.000 Fans, 32 Kilometer Zaun, 125.000 Mahlzeiten: Hinter den Kulissen von Rock im Park läuft die Organisation in Nürnberg auf Hochtouren.

Kein Ticket mehr, kein Einlass: Rock im Park ist in diesem Jahr restlos ausverkauft. Ab Freitag werden täglich rund 80.000 Musikfans auf dem Festival-Gelände erwartet – und das ist in dieser Saison so groß wie noch nie.

Rund 200 Hektar umfasst das gesamte Areal, das sich über das ehemalige Reichsparteitagsgelände, den Volksfestplatz sowie angrenzende Parks und Parkplätze erstreckt. „Der Bereich um die Bühnen macht dabei nur einen kleinen Teil aus“, erklärt Festivaldirektorin Cathi Krämer. Hinzu kommen Campingflächen sowie Stellplätze für die 100 Schlaf-Busse und 120 Lastwagen der Bands.

Wochen vor ersten Konzert beginnt Aufbau für Rock im Park

Seit vier Wochen sind laut Krämer Hunderte Mitarbeitende mit dem Aufbau beschäftigt. Sie haben 32 Kilometer Zaun aufgestellt, 60 Kilometer Stromkabel und 40.000 Quadratmeter Bodenabdeckungen verlegt. Allein 90 Gerüstbauer sind damit beschäftigt, die beiden großen Bühnen und sechs Techniktürme zu errichten.

Auch der Betrieb des Festivals während der drei Tage erfordert enorme Ressourcen: Aus einer Sicherheitszentrale werden das Gelände und das Verkehrsaufkommen überwacht. Mehr als 1.100 Rettungskräfte werden laut dem Bayerischen Roten Kreuz bei Rock im Park im Einsatz sein.

In der Großküche werden in den drei Festival-Tagen 125.000 Portionen für Mitarbeitende und Dienstleister gekocht. Für die Künstlerinnen und Künstler werden zudem 2.500 Mahlzeiten zubereitet. Auch eine eigene Festival-Wäscherei ist auf dem Gelände in Betrieb.

imago images 0828000418Vergrößern des BildesAuch die Band Iron Maiden (Archivbild) wird in diesen Jahr auf dem Zeppelinfeld die Gitarren erklingen lassen. (Quelle: IMAGO/imago)

300 Euro für ein Rock-im-Park-Ticket – doch das ist nicht alles

Etwa 300 Euro mussten Besucher in diesem Jahr für ein Wochenendticket zahlen – laut Krämer ungefähr so viel wie im Vorjahr. Dafür werden drei Tage Live-Musik mit Headlinern wie Iron Maiden und Linkin Park, inklusive Camping und Parken geboten.

Doch damit ist es nicht getan, wie das Landesamt für Statistik errechnet hat. Besonders die Anreise wird zum Kostenfaktor: Im Mai lagen die Kraftstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 Prozent höher, auch Bahntickets waren etwas teurer.