Bad Salzuflen. Es war eine aufregende Zeit: 19 Schülerinnen und Schüler der achten, neunten und zehnten Jahrgänge der Gesamtschule Aspe haben im Rahmen eines „Erasmus+“-Projektes ein fünftägiges Praktikum an der Partnerschule Cité Scolaire Jean Jaurès in St Affrique bei Millau erlebt. Begleitet wurde die Schülergruppe von ihren Lehrerinnen Michaela Gelke und Britta Senst.
Schon zu Beginn halfen Kennenlernspiele dabei, sprachliche Barrieren abzubauen und Freundschaften zu knüpfen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Schülerinnen und Schüler nahmen an verschiedenen Aktivitäten teil, entdeckten Schulzentrum und französiscchen Unterricht in einer Fotorallye, gestalteten kreativ Stofftaschen aus T-Shirts und entdeckten das tägliche Mittagessen in der Mensa.
Professionelle Theaterpädagogen
Über viele Stunden wurde in der Woche vor allem in einem Theaterworkshop miteinander gearbeitet: Zwei professionelle Theaterpädagoginnen leiteten die jungen Leute an, eine mittelalterliche französische Sage zu vertonen, eine Geschichte auf Französisch zu schreiben, sich auf der Bühne auszudrücken und verschiedene Theaterpraktiken auszuprobieren. Und irgendwann, so heißt es in der Pressemitteilung, war es den Jugendlichen auch egal, in welcher Sprache sie kommunizierten. Sie kamen ins Gespräch und tauschten ihre Adressen in den sozialen Medien aus.
Der Abschlussabend war dann das Highlight der Theaterproben: Vor Familien und Lehrkräften der Schule präsentierten die Schüler ihre Aufführung. „Unsere jungen Leute haben die Herausforderungen der Woche wunderbar gemeistert,“ freut sich Michaela Gelke, die nicht zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule bei „Erasmus+“-Projekten begleitet. „Wenn sie merken, dass sie im unbekannten Umfeld mit fremden Gleichaltrigen klarkommen und sich irgendwie verständigen können, hilft das enorm, eigene Ängste zu überwinden und an Selbstvertrauen zu gewinnen. Das öffnet einfach den Blick.“
Im Gegensatz zu klassischen Schulaustauschen werden „Erasmus+“-Projekte hauptsächlich durch EU-Mittel finanziert. So konnten alle Interessierten der Französischkurse für einen kleinen Betrag an der Reise teilnehmen. Da eine Unterbringung in Gastfamilien allgemein immer weniger gewünscht werde, erlaube die finanzielle Unterstützung auch eine Unterbringung in Hotels oder Ferienwohnungen.
Krönender Abschluss der Fahrt war dann noch ein kurzer Besuch in Paris: Ob ein Blick auf Notre Dame, den Louvre, den Eiffelturm und die nächtliche Bootsfahrt auf der Seine, die jungen Leute waren begeistert vom Flair der Großstadt, so die Mitteilung.