Festivaldirektorin reagiert
Rock im Park kämpft mit Frauenmangel – was nun helfen soll
04.06.2026 – 10:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Emily Armstrong und Mike Shinoda von Linkin Park bei einem Auftritt (Archivbild): Die Frontfrau hält die Frauenquote bei Rock im Park 2026 hoch. (Quelle: IMAGO/ZUMA Press Wire/Mohammad Javad Abjoushak)
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Die geringe Frauenquote bei Rock im Park sorgt seit Jahren für Diskussionen. Kritiker fordern einen höheren Anteil weiblicher Künstler. Was die Festivaldirektorin entgegnet.
Wer über das Gelände läuft, dem stechen die neuen, schwarz weißen Banner direkt ins Auge. Dort sind neben dem Festivallogo auch die Künstlerinnen und Künstler der letzten Jahre abgebildet. Die Betonung liegt auf Künstlerinnen, denn die sind auf den neuen Bannern auffallend präsent. Auf den tatsächlichen Bühnen dagegen sieht es anders aus – und das entfacht seit Jahren Diskussionen. Denn bei Rock im Park und Rock am Ring treten vergleichsweise wenig Frauen auf.
Geringe Frauenquote: Direktorin setzt auf Bildsprache
Die Frauenquote auf den Bühnen liege diesmal bei etwa 25 Prozent, präzisiert Festivaldirektorin Cathi Krämer auf Nachfrage der Nürnberger Lokalredaktion von t-online beim Vorab-Rundgang über das Gelände. Ihr sei es deshalb ein Anliegen, dass etwa bei den Bannern die Künstlerinnen sichtbar platziert seien.
Bei der Auswahl von Bildmaterial achtet sie „ganz bewusst darauf“, dass Künstlerinnen, die auf den Bühnen stehen, auch „sehr plakativ“ zu sehen seien. Bildsprache spiele eine wichtige Rolle. Denn dies sei, was für die Fans und darüber hinaus vom Festival sichtbar ist. Ziel sei es, „diese Wahrnehmung von Frauen auf der Bühne zu stärken“ und sie für alle normaler zu machen.
Die Verantwortung sehen die Veranstalter allerdings nicht allein bei sich. Man müsse auch mit dem arbeiten, „was über die Plattenfirmen et cetera auf dem Markt existiert“, sagt Krämer. Mehr Frauen auf Festivalbühnen sei ein „gemeinschaftliches Projekt“, an dem viele Akteure wie Plattenfirmen oder Booking-Agenturen arbeiten müssten. Um etwa Nachwuchs besser zu fördern.
Rock im Park: Beim Programm gehe es nicht um Quoten
Krämer verweist auf Unterschiede zwischen den Musikrichtungen. Bei Pop-Festivals oder im Techno- und DJ-Bereich sei es leichter, mehr Künstlerinnen zu buchen. „Das ist in der Rock-Welt immer noch ein bisschen anders“, sagt sie. Auch wenn es in den vergangenen Jahren viele Bemühungen gegeben habe.

