Der Polizei Mönchengladbach sind in den vergangenen Wochen vermehrt Trickdiebstähle gemeldet worden, bei denen es ein bestimmtes Muster gibt. Davor warnt die Behörde nun. Demnach häufen sich Fälle, in denen sich Tatverdächtige in Bankfilialen aufhalten. Sie gehen dabei als Paar vor. Einer beobachtet die ausgewählte Person beim Abholen von Bargeld. Wenn diese Person dann aus dem Gebäude gehen oder ins Auto einsteigen will, verwickeln sie diese in ein vermeintlich freundliches Gespräch. Angeblich wollen die Trickdiebe Geld wechseln oder nach dem Weg fragen. Auch ist es möglich, dass die Täter zuvor Bargeld auf der Straße oder dem Gehweg platziert haben, und die Betroffenen über einen angeblichen Verlust zu informieren.
Laut der Polizei wird dieses Verhalten als freundlich und hilfsbereit bewertet. Genau das ist aber der Trick. Es handelt sich um ein Ablenkungsmanöver. Denn wer sein vermeintlich verlorenes Geld wieder aufsammeln möchte oder mit einer Wegbeschreibung oder der Wechselgeldsuche beschäftigt ist, wird im selben Moment vom zweiten Täter bestohlen. Die Diebe haben es auf Handtaschen, Schmuck oder das Portemonnaie abgesehen.
Die Polizei warnt daher: „Lassen Sie sich nicht ablenken. Halten Sie Abstand.“ Man solle nach dem Geldabheben darauf achten, ob Fremde einen verfolgen oder beobachten. Das Geld sollte nicht in der Öffentlichkeit gezählt werden. Auch sollten nur kleine und unbedingt benötigte Bargeldmengen abgehoben werden, die in einer Innentasche der Kleidung verwahrt werden sollte. Schmuck sollte unter der Kleidung und nicht deutlich sichtbar getragen werden. Generell sollten nur Wertgegenstände mitgenommen werden, die auch benötigt werden. Außerdem rät die Polizei: „Notfalls sprechen Sie Passanten um Hilfe an“ und „Leisten Sie keinen Widerstand.“
Wer Opfer einer Straftat wird, sollte umgehend die Polizei rufen. Details zu den Tätern helfen bei der Aufklärung, genau wie Infos zu Fahrzeugen, Kennzeichen oder mitgeführten Gegenstände der Verdächtigen.