Nach dem 33. Spieltag der Oberliga Niederrhein haben Spieler, Verantwortliche und Fans des KFC Uerdingen nun Gewissheit: Der Verein wird auch in der kommenden Saison in der Oberliga Niederrhein spielen. Spitzenreiter VfB 03 Hilden und auch Verfolger Ratingen 04/19 sind nach den Resultaten des vergangenen Wochenendes nicht mehr von den Uerdingern einzuholen.
Mit dieser Entscheidung ist zudem auch klar, dass es in der kommenden Spielzeit in der Oberliga Niederrhein wieder einmal zu einem traditionsreichen Duell zweier Vereine kommt, die beide die Farben Blau und Rot tragen – dem KFC und dem Wuppertaler SV.
Wuppertal kehrt nach zehn Jahren zurück
Zehn Jahre hat der Wuppertaler SV nun in der viertklassigen Regionalliga West verbracht. Dreimal belegten die Wuppertaler dort den dritten Tabellenplatz, einmal wurden sie Zweiter. Doch weiter nach oben ging es nie. Nun hat der Wuppertaler SV die Regionalliga wieder verlassen – allerdings nach unten. Die Mannschaft des mittlerweile entlassenen Trainers Mike Wunderlich ist als 17. in die Oberliga Niederrhein abgestiegen.
Die letzte Saison, in der der WSV in der Oberliga spielte, war die Spielzeit 2015/16. Auch damals war der KFC Uerdingen einer der Gegner. Vergleicht man die 18 teilnehmenden Mannschaften von damals mit denen der noch laufenden Saison, fällt auf, dass nur ein Drittel der Teams, die vor zehn Jahren in der Oberliga gespielt haben, auch in der nun zu Ende gehenden Spielzeit dort um Punkte gekämpft haben. Neben dem KFC Uerdingen und den beiden Aufstiegsanwärtern Hilden und Ratingen sind das namentlich der TSV Meerbusch, ETB Schwarz-Weiß Essen und die SpVg Schonnebeck.
Teams wurden durchgereicht
Alle anderen zwölf Mannschaften haben die Liga in diesem Zeitraum verlassen – oder existieren in der Form teilweise auch gar nicht mehr. Nach oben hat die Liga neben dem Wuppertaler SV, der damals als Meister aufgestiegen ist, inzwischen nur der 1. FC Bocholt verlassen. Der Klub spielt noch immer in der Regionalliga West.
Blickt man eine Liga tiefer, in die beiden Landesligen am Niederrhein, so fällt auf, dass von den zehn übrigen Teams lediglich zwei in dieser Saison sechstklassig spielen. Der SC Kapellen-Erft hat eine gute Saison gespielt und ist Zweiter geworden, TuRU Düsseldorf hingegen, langjähriger Fünftligist, ist nun in die siebtklassige Bezirksliga abgestiegen. In der Bezirksliga spielen in dieser Saison immerhin drei Klubs: der VfR Fischeln, der TV Kalkum-Wittlaer und der 1. FC Mönchengladbach. Für Letzteren geht es nun jedoch eine Klasse tiefer.
Bleiben fünf Mannschaften von damals, die nur noch auf Kreisebene unterwegs sind. Der TV Jahn Hiesfeld war vor ein paar Jahren freiwillig in die Bezirksliga zurückgegangen und spielt nun in der Kreisliga A. Der Absturz des SC West aus Düsseldorf verlief nicht freiwillig. In der Saison 2023/24 noch in der Landesliga, ist die Mannschaft aus Oberkassel bis in die Kreisliga A durchgereicht worden. Und auch dort war noch nicht Schluss: Mit nur drei Punkten beendete der Klub die Liga als Tabellenletzter.
Direkte Duelle waren Zuschauermagneten
Die zwischenzeitlich abgemeldete Zweitvertretung von Rot-Weiß Oberhausen hat in der Kreisliga B den Aufstieg in die A-Liga geschafft. Die Zweite des MSV Duisburg, die vor zehn Jahren noch Oberliga spielte, war ebenfalls zeitweise aufgelöst worden und spielt nun in der Kreisliga C. Und die SV Hönnepel-Niedermörmter hat in dieser Saison nur noch Juniorenmannschaften gestellt.
Am Ende war der Wuppertaler SV vor zehn Jahren recht souverän durch die Liga marschiert. Mit zwölf Punkten Vorsprung vor dem KFC Uerdingen schloss der WSV die Liga ab. Der KFC, sowohl in der Hinrunden- als auch in der Rückrundentabelle jeweils nur Dritter, beendete die Saison auf dem zweiten Platz. Die Uerdinger als Absteiger ließen zu viele Punkte liegen, insbesondere die beiden Niederlagen in den direkten Duellen mit Wuppertal – 0:2 zu Hause, 0:5 in Wuppertal – waren besonders bitter. Die Spiele waren allerdings Zuschauermagneten. 4183 Fans kamen zum Spiel in Wuppertal, 4515 in die Grotenburg. Beide Vereine werden hoffen, in der kommenden Saison auch nur annähernd an diese Zahlen heranzukommen.