Zwischen den Bäumen stehen in seinem Garten Speckstein- und Metallskulpturen, aber auch Glasarbeiten, einen Großteil davon hat er selbst gebaut, andere hat er von befreundeten Künstlerinnen und Künstlern übernommen. Wie zum Beispiel von dem verstorbenen Maler Heinz Detlef Moosdorf, mit dem Kunschke befreundet war. Auch Christine Kunschke malt und will einen Teil ihrer Arbeiten am Wochenende im Garten zeigen.

Klaus Kunschke findet einen Großteil des Materials für seine Arbeiten auf dem Sperrmüll aber auch in der Umgebung. Nachdem im Gewerbegebiet Elsterwerda beispielsweise bei Erdarbeiten Mooreichen im Schlamm aufgetaucht waren, barg er die Bäume zusammen mit Freunden. „Keiner hat sich dafür interessiert, die sind ja vor 1000 Jahren irgendwann umgefallen“, sagt er. Durch den Schlamm seien sie gut erhalten gewesen.

Und trotz der Kunst: „Die Basis für den Garten ist Pferdemist“, sagt Kunschke. Auf der Koppel stehen mehrere Ponys. „Die müssen jeden Tag bewegt werden und das mache ich dann abends“, sagt er.

Ihren Garten zeigen die beiden am kommenden Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr. Er hoffe, dass nicht alle zur gleichen Zeit kommen, das wär natürlich Chaos, sagte er. Aber er freue sich eigentlich immer auf Leute, die kommen. Einige der anderen Gärten der Aktion stehen auch schon am Samstag offen.