Bielefeld. Es steigt weißer Rauch auf an der Friedrich-Hagemann-Straße. Zwei Wochen nach der Trennung von Mitch Kniat hat Arminia Bielefeld einen neuen Cheftrainer gefunden. Wie diese Redaktion bereits exklusiv berichtet hatte, wird Oliver Kirch den Posten übernehmen und beim Trainingsauftakt am Samstag, den 27. Juni seine erste Einheit leiten. Das teilte der Zweitligist am Freitagmorgen offiziell mit. Zur Vertragslaufzeit machte der DSC keine Angaben. Kirch bringt zudem Maximilian Nadidai als Co-Trainer mit nach Bielefeld.
Der 43-Jährige war zuletzt bei Borussia Mönchengladbach tätig. Beim Bundesligisten besaß er noch bis Juni 2027 einen gültigen Vertrag – es wird also eine Ablöse fällig – und betreute die zweite Mannschaft, die er in der Regionalliga West auf Tabellenplatz sechs führte (acht Siege, zwei Remis, sechs Niederlagen in 16 Spielen). Das Amt übernahm er im Januar von Eugen Polanski, der zum Coach der Profimannschaft befördert wurde. Zuvor trainierte Kirch die U19 der „Fohlen“ sowie des Hamburger SV.
Liveticker zum Nachlesen: Der neue Arminia-Trainer Oliver Kirch stellt sich vor
Während seiner Zeit in der Hansestadt (2021-2023) arbeitete er auch mit dem jetzigen DSC-Sportchef Michael Mutzel zusammen, der zwischen 2019 und 2022 Sportdirektor beim HSV war. „Ich freue mich sehr, dass wir Oliver Kirch für Arminia Bielefeld gewinnen und von unserem Weg begeistern konnten“, erklärt der Sport-Geschäftsführer. „Unser Ziel war es nicht, die schnellste, sondern die richtige Lösung zu finden. Die Gespräche mit Oliver haben gezeigt, dass wir inhaltlich in die gleiche Richtung denken und er für mutigen, intensiven und offensiven Fußball steht. Zudem hat er in seiner bisherigen Trainerlaufbahn bereits bewiesen, dass er junge Spieler auf hohem Niveau weiterentwickeln kann. Oliver bringt sehr viel Energie und positive Überzeugung mit und passt auch charakterlich sehr gut zu unserem Team auf und neben dem Platz bei Arminia Bielefeld.“
×
Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Bestätigung Ihrer Anmeldung.
Erst danach ist diese abgeschlossen.
Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.
×
Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht bestätigt.
Erst danach ist diese abgeschlossen.
Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.
×
Es ist einen Fehler aufgetreten
Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support
Newsletter
DSC Arminia Bielefeld
Wöchentlich alle News rund um Arminia Bielefeld.
Jetzt anmelden
Arminia ist Kirchs erste Station als Coach im Profifußball
Zweitligaerfahrung als Trainer fehlt Kirch noch, Arminia wäre sogar seine gänzlich erste Station als Coach im Profifußball. „Nach den Gesprächen mit Michael Mutzel war mir sofort klar, dass ich bei Arminia Bielefeld meinen nächsten Karriereschritt gehen möchte“, wird Kirch in einer Pressemitteilung zitiert. „Wir denken Fußball sehr ähnlich und wollen unsere Mannschaft gemeinsam weiterentwickeln und in der 2. Bundesliga stabilisieren.“
Der gebürtige Soester bringt aus seiner aktiven Profikarriere eine Menge Know-how mit. Kirch hat 143 Bundesligaspiele in seiner Vita stehen, spielte mit Borussia Dortmund in der Champions League.
Neuer Chefcoach: Ex-Profi Oliver Kirch vor der Rückkehr zu Arminia Bielefeld
Einen Großteil seiner Pflichtspiele im Profibereich (77) absolvierte er zwischen 2007 und 2010 im Trikot von Arminia Bielefeld. Bei den Ostwestfalen begann Kirch auch seine Trainerkarriere, arbeitete als Assistenzcoach in der zweiten Mannschaft und verantwortete die U17 sowie die U19. Zudem fungierte er zwischenzeitlich auch als Entwicklungscoach. Nun wird Kirch erneut einen Posten bei den Bielefeldern übernehmen – diesmal bei den Profis.
77 Pflichtspiele absolvierte Oliver Kirch zwischen 2007 und 2010 für Arminia Bielefeld.
| © imago sportfotodienst
Bei Arminia tritt er kein einfaches Erbe an. Denn Vorgänger Kniat war zum Ende seiner dreijährigen Amtszeit zwar nicht mehr unumstritten, erfreute sich aber bei einem Teil des Anhangs noch immer großer Beliebtheit. Immerhin gelang dem 40-Jährigen mit dem DSC der Aufstieg in die 2. Bundesliga, der historische Einzug in das DFB-Pokalfinale und schließlich der Klassenerhalt in der 2. Liga.
Aus dem NW-Shop: Die Saison unseres Lebens: Von Bielefeld nach Berlin
Arminia hatte auch andere Kandidaten im Blick
Doch trotz des Ligaverbleibs gestaltete sich Kniats erste Saison im deutschen Unterhaus holprig. Nicht nur extern, auch intern wurde dessen Arbeit zunehmend kritisch hinterfragt. Bereits Ende März, im Anschluss an die 1:3-Niederlage bei der SV Elversberg, war der Coach angezählt.
Nach dem furiosen 6:1 gegen Hertha BSC am 34. Spieltag vermied Mutzel dann ein klares Bekenntnis pro Kniat. Wenige Tage später gab Arminia die einvernehmliche Trennung vom Trainer bekannt. Man habe festgestellt, „dass wir bei der Zukunftsplanung nicht deckungsgleich sind“, ließ sich der Sport-Geschäftsführer zitieren.
Was darauf folgte, war ein alles andere als geordneter Übergang. Erst nach 14-tägiger Suche, während der sich die Ostwestfalen zuletzt mit dem ehemaligen Kiel-Trainer Marcel Rapp (wird mit dem FC St. Pauli in Verbindung gebracht) und dem Verler Tobias Strobl (unterschrieb beim VfL Wolfsburg) beschäftigt hatten, konnte Mutzel die Trainer-Saga schließlich beenden.
Wechsel in die 2. Liga: Strobl verlässt SC Verl – geht aber nicht zu Arminia Bielefeld
