Die Eberswalder Wurst GmbH – die zum Tönnis-Konzern gehört – hatte im Januar angekündigt, die Produktion am Standort Britz nach über 50 Jahren einzustellen. Mehr als 500 Mitarbeiter des traditionsreichen Werks verloren damit ihren Job.

Im Nachgang entbrannte ein Streit um die Namensgebung. Erst in der vergangenen Woche warf die Verbraucherzentrale Brandenburg dem Hersteller der Eberswalder Wurst und der Supermarkt-Kette Kaufland Verbrauchertäuschung vor und hat beide abgemahnt.

Hintergrund ist, dass die Marke Eberswalder Wurst seit der Werksschließung nicht mehr bei Eberswalde produziert wird, jedoch der Markenname und auch die Bewerbung der Produkte mit „Hergestellt in Brandenburg“ dies implizieren würden. Eine ähnliche Argumentation hatte bereits die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg geäußert, die die Namensrechte der „Eberswalder Würstchen“ nach rbb-Information besitzt.

Von der Eberswalder Wurst GmbH hieß es daraufhin, dass man im Austausch mit der Verbraucherzentrale stehe und die Kennzeichnung aktuell so schärfen würde, dass Verbraucher die jeweiligen Produktionsstandorte auf der Verpackung „noch leichter erkennen können“, hieß es weiter. Eine Reihe von Produkten sei bereits mit entsprechenden Angaben umgestellt worden.