Newsblog zum Krieg in Nahost

USA melden Attacken auf iranische Radarstationen

Aktualisiert am 06.06.2026 – 01:14 UhrLesedauer: 22 Min.

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Das US-Militär meldet den Abschuss mehrerer iranischer Drohnen. (Archivfoto) (Quelle: Navy Handout/U.S. Navy/imago)

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Die USA melden den Abschuss iranischer Drohnen. Trump äußert sich zum Zustand des iranischen Raketenprogramms. Alle Entwicklungen zum Krieg in Nahost im Newsblog.

Straße von Hormus: USA melden Abschuss iranischer Drohnen

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben vier iranische Drohnen über der Straße von Hormus abgeschossen. Die Drohnen stellten eine „unmittelbare Bedrohung für den regionalen Seeverkehr“ dar, teilte die Kommandoeinrichtung Centcom mit. Zuvor hatte der US-Nachrichtensender CNN darüber berichtet.

Laut Centom wurden auch Radarstationen auf der Insel Qeshm und in Goruk angegriffen, um weitere Drohnenattacken zu verhindern. Vonseiten des Iran lag zunächst keine Reaktion vor. Unabhängig lassen sich die Angaben nicht überprüfen.

Trump macht Angaben zu iranischem Raketenprogramm

Laut US-Präsident Donald Trump verfügt der Iran immer noch über „einige
Raketen und Drohnen“. In einem Interview mit dem US-Sender NBC News sagte
Trump: „Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind eine Menge Raketen, aber es ist nicht mehr das, was es war, als wir zum ersten Mal angegriffen haben.“

Libanons Präsident warnt Iran: „Es ist nicht euer Land“

Libanons Präsident Joseph Aoun hat dem Iran vorgeworfen, sein Land als Druckmittel im Konflikt mit den USA und Israel zu missbrauchen. „Sie benutzen den Libanon als Verhandlungsmasse in ihren Gesprächen mit den USA“, sagte Aoun in einem CNN-Interview. Das sei „inakzeptabel“.

Er forderte Teheran auf, sich nicht länger in die inneren Angelegenheiten des Libanon einzumischen. Die Interessen des Libanon stimmten nicht mit denen des Iran überein. An die iranischen Revolutionsgarden gerichtet erklärte er: „Es ist nicht euer Land, es ist unser Land.“ Der Chef der vom Iran stark unterstützen Hisbollah-Miliz, Naim Kassim, repräsentiere nicht das libanesische Volk, wurde Aoun zitiert.

Aoun äußerte sich vor dem Hintergrund eines neuen Anlaufs zur Umsetzung einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Die Einigung sei nach schwierigen Verhandlungen erzielt worden und könne den Weg zu einem dauerhaften Frieden ebnen, sagte er. Die vom Iran unterstützte Hisbollah, die nicht an den Verhandlungen beteiligt war, lehnte die Bedingungen ab.

Iran: Haben auf US-Zerstörer geschossen

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe vor ihrer Südküste gefeuert. Zwei US-amerikanische Zerstörer seien somit aus dem Arabischen Meer zurückgedrängt worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Es seien Kamikazedrohnen und Antischiffs-Marschflugkörper abgefeuert worden.

Ein Reporter des staatlichen Fernsehens sagte, der Vorfall habe sich in den vergangenen 48 Stunden ereignet. Seinen Worten nach wollte die US-Marine mit ausgeschalteten Navigationssystemen in den Persischen Golf einlaufen.