Seit 35 Jahren unterwegs

Warum die Dresdner Kinderbahn „Lottchen“ heißt

Aktualisiert am 06.06.2026 – 04:46 UhrLesedauer: 1 Min.

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So bunt ist die Kinderstraßenbahn Lottchen (Archivbild): 2015 bekam die Bahn eine Rundumerneuerung. (Quelle: Sven Ellger/imago)

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Die Dresdner Kinderstraßenbahn ist schon seit 1991 auf dem Schienennetz unterwegs. Aber warum heißt sie eigentlich so, wie sie heißt?

Wenn die bunte Straßenbahn durch Dresden fährt, zieht sie alle Blicke auf sich. Dieses Jahr hat die Kinderbahn „Lottchen“ ihren 35. Geburtstag.

Am 11. Mai 1991 schickte das Jugendamt gemeinsam mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) den Wagen erstmals auf die Gleise. Benannt ist er nach dem Roman „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner, der 1899 in Dresden geboren wurde. Seitdem stiegen rund 150.000 Fahrgäste ein.

Prominente Gäste und internationale Aufmerksamkeit

Schnell sprach sich das Projekt herum. 1994 drehten die Deutsche Welle und die BBC Beiträge in der Bahn. Der damalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping nahm 1999 an einer Talkrunde im Wagen teil. Sachsens früherer Ministerpräsident Kurt Biedenkopf würdigte das Projekt 2001 folgendermaßen: „Nur durch gelebte Partnerschaften und die Vernetzung der Aktivitäten können im geeinigten Deutschland Projekte wie dieses entstehen und bestehen.“

2015 bekam das „Lottchen“ eine Rundumerneuerung. Seitdem zieren die DVB-Comicfiguren Leo, Theo und Layla die Außenwand – und machen den Wagen auf den ersten Blick als Kinderstraßenbahn erkennbar.