DFB und Wück halten sich bedeckt
Freigang verpasste drei Dopingkontrollen – Sperre droht
06.06.2026 – 08:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Laura Freigang: Ihr droht eine Sperre. (Quelle: Marc Schüler/dpa/dpa-bilder)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Laura Freigang steht vor einer empfindlichen Sperre. Die Nationalspielerin soll dreimal bei einer Dopingkontrolle nicht auffindbar gewesen sein.
Der Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang droht eine lange Sperre. Wie die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) mitteilte, habe die 44-malige Nationalspielerin gegen die Aufenthaltsbestimmungen des Anti-Doping-Regelwerks verstoßen. Demnach soll die 28 Jahre alte Stürmerin von Eintracht Frankfurt innerhalb von zwölf Monaten dreimal bei einer Kontrolle nicht an dem von ihr angegebenen Ort gewesen sein.
Diese sogenannten Strikes gelten als Verstoß gegen die Meldepflicht und führen laut NADA in der Regel zu einer zweijährigen Sperre. Unter Dopingverdacht steht Freigang nicht. Medienberichten zufolge sollen alle bisherigen Proben negativ ausgefallen sein.
Hat Freigang eine Erklärung?
Die NADA leitete den Fall an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) weiter. Sollte der DFB ebenfalls einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen feststellen, landet der Fall vor dem Kontrollausschuss und Sportgericht. Dort kann Freigang die Umstände erklären und die Verstöße überprüfen lassen. Ein Strike kann auch wieder aufgehoben werden. Im schlimmsten Fall aber droht ihr für ihre Nachlässigkeit eine empfindliche Strafe.
Der DFB und Bundestrainer Christian Wück halten sich vorerst bedeckt. „Werde ich mich nicht zu äußern“, antwortete Wück auf eine entsprechende Frage im Anschluss an das 2:0 gegen Norwegen und die damit verbundene WM-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft am Freitagabend. „Die Mitteilung der NADA ist eingegangen, mehr können wir dazu aktuell nicht sagen“, ergänzte eine DFB-Sprecherin.
