Ukraine greift Russland mit hunderten Drohnen an

Russland hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht zum Samstag hunderte ukrainische Drohnen abgefangen, darunter dutzende in der Nähe der Stadt St. Petersburg, die derzeit ein internationales Wirtschaftsforum ausrichtet. „Über der Region Leningrad wurden 86 Drohnen abgeschossen. Die Kampfhandlungen dauern an“, erklärte der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, am Samstag. Die Region Leningrad beherbergt neben der Großstadt Sankt Petersburg auch wichtige Häfen.

Das russische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf Samstag mit, die Luftabwehr habe insgesamt 376 ukrainische Drohnen „über den Regionen Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula, der Region Moskau, der Republik Krim, der Republik Abchasien“ sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgeschossen.

Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, erklärte, neun Drohnen, die in Richtung der Hauptstadt unterwegs waren, seien abgefangen worden. In der südrussischen Stadt Ust-Labinsk löste ein Drohnenangriff den örtlichen Behörden zufolge einen Brand in einem Öldepot aus.

Ukraine entschuldigt sich in Athen für Drohnenvorfall

Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. „Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen sei, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden“, schrieb Außenamtssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X.

Das zeige, dass der andauernde russische Krieg gegen die Ukraine auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle. Gleichzeitig bedankte sich Kiew für die seit Kriegsbeginn 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung für das osteuropäische Land.

Ein Toter bei Angriff auf türkischen Fischkutter im Schwarzen Meer

Bei einem Angriff auf ein türkisches Fischereischiff im Schwarzen Meer ist nach Angaben der türkischen Behörden ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff am Freitag zudem verletzt worden, teilte die Küstenwache mit. Der Angriff ereignete sich demnach westlich der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Die Umstände des Vorfalls waren zunächst unklar, auch machten die Behörden keine Angaben dazu, wer möglicherweise dafür verantwortlich war.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260319-935-1228059Vergrößern des BildesEin türkischer Öltanker im Schwarzen Meer: Immer wieder werden Schiffe angegriffen. (Symbolbild) (Quelle: Stefan Sauer)

Der Angriff richtete sich der Küstenwachen-Erklärung zufolge gegen den unter türkischer Flagge fahrenden Fischkutter „Duru 67“ vor der Küste von Sewastopol. Das Schiff sank demnach nach dem Angriff.

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