Spannend war in der Schlussphase der Bundesliga-Saison 2025/26 nur der Abstiegskampf. Ein Meisterschaftsrennen fand dagegen im Grunde über die gesamte Spielzeit gar nicht statt – zu dominant trat der FC Bayern auf dem Weg zu seinem 35. Meistertitel auf. Der Beliebtheit der Liga tat das indes keinen Abbruch: Sowohl die ARD mit ihrer samstäglichen „Sportschau“ als auch die Bezahlsender Sky und Dazn erfreuten sich in der abgelaufenen Spielzeit sehr guter Einschaltquoten.

Borussia Mönchengladbachs Fans hatten über weite Strecken der Saison nicht so viel Freude an ihrem Team – zu oft enttäuschte die Mannschaft und vergab vermehrt die Chance, sich früher und souveräner aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. In den TV-Quoten-Tabellen, die die „Sport Bild“ nun zur Spielzeit 2025/26 erstellt hat, macht sich das aber nicht entsprechend bemerkbar.

So belegen die Borussen im allgemeinen Ranking, in dem der Zuschauerschnitt aller Spiele errechnet wurde, den neunten Platz. 414.000 Zuschauer sahen durchschnittlich die Gladbacher Spiele, knapp 40.000 mehr als in der Vorsaison. Damals hatten die Gladbacher acht Top-Spiele am Samstagabend bestreiten dürfen, nun waren es nur drei Begegnungen zur Primetime.

Gladbach: Einmal hinter, einmal vor St. Pauli

Borussias Spiele zogen im Schnitt unter anderem mehr Zuschauer an als die Partien von Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen, des Traditionsklubs Werder Bremen und des stabil in der oberen Tabellenhälfte platzierten SC Freiburg. Dass aber der spätere Absteiger FC St. Pauli 2025/26 vor den Borussen rangiert, wird auf den ersten Blick überraschen.

Doch hat die „Sport Bild“ noch eine „Wahre TV-Tabelle“ erstellt, in der nur die 15.30-Uhr-Spiele am Samstag berücksichtigt werden – der einzige Termin eines Spieltags am Wochenende, an dem mehrere Partien gleichzeitig ausgetragen werden. Spiele gegen die Zuschauer-Magneten Bayern München und Borussia Dortmund gingen dabei nicht in die Wertung ein, um das eindeutigste Bild zu erhalten, welche Klubs viele Fans vor den Fernseher locken.

In diesem Ranking steht Borussia vor St. Pauli an achter Stelle – insgesamt 15-mal durfte sie in der vergangenen Saison am Samstagnachmittag antreten. Die Bayern sind in beiden Tabellen das Maß der Dinge, auf den Abstiegsplätzen landen jeweils Heidenheim, Augsburg und Hoffenheim.

Schwache Gladbach-Quote am letzten Spieltag – wie im Vorjahr

Borussias 4:0-Heimsieg am letzten Spieltag gegen die Kraichgauer hat es derweil unter die Top 5 der Einzelspiele mit den geringsten Einschaltquoten geschafft. Für die Gladbacher hatte die Partie keine sportliche Brisanz mehr, während die TSG zwar noch um die Champions-League-Qualifikation spielte, indes über keine große Fanbasis verfügt.

So dürfte mancher Fan am letzten Spieltag lieber die Konferenz aller neun Spiele eingeschaltet haben – eine Parallele zur vergangenen Saison, als Borussias finales Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ebenfalls im Ranking ganz weit hinten landete. Ansonsten waren die Einschaltquoten aber trotz einer über weite Strecken enttäuschenden Saison gut bei Gladbachs Spielen.