Ein buntes Fahnenmeer war in der Karlsruher Innenstadt zu sehen, als der CSD-Demonstrationszug am heutigen Samstag, 6. Juni, bei bestem Wetter durchzog. Zwischen 13.000 und 15.000 Menschen nahmen heute an der Demonstration teil. Zudem standen zahlreiche Menschen am Straßenrand und bekundeten ihre Solidarität.

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Foto: Thomas Riedel

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Menschen feiern und tanzen

Nach den Schätzungen von Polizei und Veranstalter waren die tanzenden und feiernden Massen noch einmal größer als im vergangenen Jahr. Beim Christopher Street Day (CSD) geht es darum, seine eigene Identität zu feiern und sichtbar zu sein. Es werden also nicht nur Parolen geschmettert, sondern auch ausgelassen gefeiert. Wie die Karlsruher Polizei erklärt, kam es während der Demonstration bis auf „für solche Veranstaltungen übliche kleinere Vorkommnisse“ zu keinen größeren Störungen.

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In dem langen Demonstrationszug waren verschiedene Wägen verteilt, die Musik aus der Box oder von einem DJ abspielen ließen. Besonders beliebt: Lady Gaga oder P!nk. Verschiedene Institutionen und Parteien, sowie Firmen oder Clubs waren mit ihrer eigenen Delegation vor Ort. Beim Familienfest auf dem Marktplatz standen zudem einige Stände und es gab Live-Musik.

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Im Voraus hatte es eine Diskussion darum gegeben, dass die Lesben- und Schwulenunion der CDU von der Demonstration ausgeschlossen wurde.

„Queer minds matter – Hass macht krank“

Neben all dem Feiern ging es dem Team hinter dem CSD um ein ernstes Thema. Das diesjährige Motto lautete „Queer minds matter – Hass macht krank“. Übersetzt man dies, wird klar, dass es um die mentale Gesundheit von Menschen aus der LSBTI+-Community geht.

Karsten Kremer, 1. Vorsitzender des CSD Karlsruhe.

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Karsten Kremer, 1. Vorsitzender des CSD Karlsruhe.
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Karsten Kremer, 1. Vorsitzender des CSD Karlsruhe.
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„Queere Menschen haben häufig psychische Probleme“, erklärt Karsten Kremer, 1. Vorsitzender des CSD-Vereins. „Die kommen häufig durch die Ausgrenzung und den Hass, den sie erleben. Wir wollen dieses Thema aus der Tabu-Ecke holen und für eine gute psychotherapeutische Versorgung kämpfen.“

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Passend dazu machte im Umfeld der Demonstration eine Petition die Runde, die für den Erhalt von Psychotherapieplätzen einsteht. Im April hatte es eine Kürzung der Honorare gegeben, was eine Verschlechterung der Versorgung mit sich zieht.

Alle Bilder zur CSD-Demo gibt es hier.

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