
Russland wehrte einen großangelegten Drohnenangriff auf St. Petersburg ab. Foto: RT.
Der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, erklärte, dass die Luftverteidigungssysteme am frühen Morgen des 6. Juni als Reaktion auf den Großangriff aktiviert wurden. Die Behörden rieten den Einwohnern, in ihren Häusern zu bleiben und sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten, während die Sicherheitskräfte die Lage unter Kontrolle brachten.
Bewohner von St. Petersburg und der umliegenden Region Leningrad berichteten seit Tagesanbruch von zahlreichen lauten Explosionen. Laut Leningrads Gouverneur Alexander Drosdenko wurden in der Nacht und den frühen Morgenstunden mehr als 140 Drohnen abgeschossen.
Russische Behörden betonen, dass keine Opfer oder nennenswerte Infrastrukturschäden gemeldet wurden. Der Angriff beeinträchtigte jedoch den Flugverkehr: Der Flughafen Pulkowo in St. Petersburg stellte den Betrieb vorübergehend ein, und Dutzende Flüge wurden verspätet oder auf andere Flughäfen umgeleitet.
Dies ist das zweite Mal seit der Eröffnung des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg am 3. Juni, dass die Regionen St. Petersburg und Leningrad Ziel großangelegter Drohnenangriffe wurden. Das diesjährige Forum zog Delegierte und Unternehmen aus über 130 Ländern an und gilt als eine der wichtigsten Wirtschafts- und Investitionsveranstaltungen Russlands.

Über dem Hafen von St. Petersburg, Russland, steigt nach einem ukrainischen Drohnenangriff am 3. Juni 2026 eine schwarze Rauchsäule auf (Foto: AP).
Die jüngsten Entwicklungen erfolgen inmitten eskalierender Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Zwei Tage zuvor veröffentlichte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen offenen Brief, in dem er andeutete, dass viele Ukrainer während des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg Drohnenangriffe befürworten würden. Im selben Brief schlug er zudem ein direktes Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, um eine Lösung für den seit über vier Jahren andauernden Konflikt zu finden.
Als Reaktion darauf erklärte Präsident Putin, es gebe derzeit keine Grundlage für sinnvolle Verhandlungen, bekräftigte aber gleichzeitig, Moskau sei weiterhin dialogbereit, sofern die Kernursachen des Konflikts gelöst würden. Der Kreml stellte zudem weiterhin Selenskyjs Legitimität infrage, da seine Amtszeit 2024 ohne Neuwahlen enden würde.
Ngoc Lien
Quelle: https://baothanhhoa.vn/nga-day-lui-dot-tan-cong-uav-quy-mo-lon-nham-vao-st-petersburg-290250.htm