Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Explosionen nahe Öldepot auf der Krim gemeldet
Aktualisiert am 07.06.2026 – 05:40 UhrLesedauer: 25 Min.
Feuer in einem Öldepot nach einem ukrainischen Angriff (Symbolbild): Auf der Krim soll eine russische Anlage angegriffen worden sein. (Quelle: IMAGO/Evgeny Biyatov/imago)
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Der ukrainische Finanzminister setzt auf die Rüstungsindustrie. Ukrainische Drohnen attackieren offenbar Einrichtungen auf der Krim. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Explosionen nahe russischen Öldepots
Auf der russisch besetzten Halbinsel Krim sind in der Nacht zum Sonntag Explosionen zu hören gewesen. Anwohner berichten von einem Drohnenangriff., meldete die ukrainische Nachrichtenagentur UKinform und nahm auf Telegram-Kanäle Bezug. Demnach wurden Explosionen im Bereich des Öldepots in Feodossija vernommen. Auch nahe eines Öldepots in Lenino waren Explosionen zu hören. Zudem gab es Berichte über einen Angriff auf eine Militäreinheit im Dorf Sowjetske.
Stromleitung am AKW Saporischschja instand gesetzt
Eine wichtige Stromleitung am Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine funktioniert wieder. Nach 15 Stunden Stromausfall sei die externe Versorgung von Europas größtem Kernkraftwerk wiederhergestellt worden, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mit. Zuvor musste die Anlage laut IAEA zur Kühlung ihrer sechs abgeschalteten Reaktoren auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen.
Es habe sich bereits um den 18. Ausfall der externen Stromversorgung während des russischen Angriffskriegs in der Ukraine gehandelt, es sei einer der längsten Ausfälle gewesen. Der jüngste Vorfall unterstreiche die extreme Anfälligkeit des Stromnetzes und die Dringlichkeit der Angelegenheit, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mit.
„Wirtschaftszweig boomt“: Ukraine könnte bald Militärgüter exportieren
Die Ukraine sieht ihre Rüstungsindustrie als eine dauerhafte Quelle wirtschaftlicher Stärke. „Die Nachfrage, die wir in der Ukraine geschaffen haben, hat einen Wirtschaftszweig hervorgebracht, der nun praktisch boomt. Daher ist er ein sehr wichtiger Teil unserer Zukunft“, sagte Finanzminister Serhij Martschenko auf dem Jahrestreffen der Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga. Entscheidend sei nun, die Industrie zu stärken, ihr Entwicklungskapazitäten zu verschaffen und das militärische Potenzial für einen breiteren Markt zu öffnen. Dazu stehe die Ukraine vor der Entscheidung, die Ausfuhr von Militärgütern zu ermöglichen.
Durch den Ausbau und die Nutzung des Potenzials könnten nach Angaben von Martschenko nicht nur weitere Fortschritte bei militärischer Ausrüstung und Waffen erzielt werden. „Ich glaube, diese Entwicklungen können dazu beitragen, ein natürliches ziviles Umfeld nach dem Krieg zu schaffen. Denn ein Teil der Produktion, die wir derzeit für militärische Zwecke verwenden, kann auch für zivile Zwecke genutzt werden“, sagte der ukrainische Finanzminister.
Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion – und gilt im fünften Jahr des Kriegs als ein weltweit führendes Land im Drohnenkampf. Gleichzeitig hofft die Regierung in Kiew noch im Juni auf den Erhalt erster Gelder aus einem Kredit der Europäischen Union über 90 Milliarden Euro, die auch für Rüstungszwecke verwendet werden sollen. Angesichts des andauernden Krieges sei es ziemlich problematisch und schwierig, Privatinvestoren zu gewinnen, sagte Martschenko.
