49,99 Euro – günstiger geht’s kaum: Aldi verkauft unter dem Namen Ambiano eine eigene Heißluftfritteuse zum Tiefpreis. Doch taugt das Modell auch etwas? Wie gelingen Pommes, wie einfach ist die Bedienung? IMTEST hat es getestet.

Heißluftfritteuse von Aldi: Das sind die Test-Kriterien

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine (neue) Heißluftfritteuse anzuschaffen, der erwartet von dem Modell natürlich vor allem eines: leckeres Essen. Der wichtigste Punkt für oder gegen ein Modell ist deshalb der Geschmack.

Im Praxiseinsatz bei IMTEST haben die Geräte nacheinander geriffelte Pommes sowie Karotten- und Paprika-Streifen gegart. Bewertet wurden dabei der Geschmack, die Konsistenz und die Optik der zubereiteten Speisen.

Produktdetails

  • Preis: 49,99 Euro
  • Gewicht: 3,5 Kilogramm
  • Maße: 33,7 x 28,4 x 24 Zentimeter
  • Kapazität: 3 Liter
  • Leistung: 1.400 Watt
  • Garantie: 3 Jahre

Ein weiteres zentrales Kriterium bei der Anschaffung ist die einfache Bedienung. Geräte mit klarer Display-Führung und leicht entnehmbarem Frittierkorb schnitten hier gut ab. Der Test prüfte außerdem Lautstärke, Stromverbrauch, Reinigungsaufwand und Signalgebung.

Kann die günstige Heißluftfritteuse mit teuren Modellen mithalten? © IMTESTAldi-Airfryer: So funktioniert die Bedienung

Die Fritteuse von Aldi punktet mit einfacher Bedienung. Acht Automatikprogramme lassen sich per Menü-Taste durchschalten – das ist funktional, aber knapp bemessen. Wer lieber manuell arbeitet, nutzt Plus- und Minus-Tasten für Zeit und Temperatur. Eine Warmhaltefunktion ergänzt die Ausstattung.

Nutzer können zwischen 60 und 200 Grad sowie 1 bis 60 Minuten wählen. Das reicht für die meisten Anwendungen, fällt im Vergleich zum Ninja FlexDrawer aber knapp aus. Viele Bedienelemente drängen sich auf engem Display-Raum: Start/Stopp, Shake, Vorheizen und mehr. Das wirkt überladen.

Durch die vielen Tasten und Symbole wirkt das Display insgesamt etwas unübersichtlich. © IMTEST

Ein Signalton erinnert zur Halbzeit ans Schütteln – das sorgt für bessere Ergebnisse. Diese Shake-Erinnerung ist nicht selbstverständlich. Zusammen mit dem akustischen Endsignal und der automatischen Abschaltung zeigt das Gerät hier echten Komfort.

Im Gegensatz zu Konkurrenzmodellen wie dem Ninja FlexDrawer bietet die Aldi-Fritteuse nur einen Frittierkorb – das schränkt die Flexibilität ein, vereinfacht aber die Handhabung. Der innere Einsatz passt gut in den äußeren Rahmen, beide verriegeln sauber.

Beim Einschieben in das Gerät fehlt jedoch spürbarer Widerstand. Die Reinigung gelingt mühelos: Der Korb ist spülmaschinenfest und hat keine schwer zugänglichen Stellen.

Der innere Korb lässt sich leicht in den äußeren Korb stellen. © IMTESTHeißluftfritteuse von Aldi: So schmeckt das Essen

Entscheidend im Alltag: Wie gut gelingen Pommes? IMTEST prüft das mit Tiefkühlware von McCain unter festen Bedingungen. Im Aldi-Gerät werden die Pommes ungleichmäßig gegart: nur dünne Stücke werden knusprig, der Großteil bleibt weich. Die Bräunung ist schwach – daher reicht es nur für ein „Befriedigend“.

Nach dem Ablauf der Garzeit sind die Pommes noch überwiegend weich und wenig gebräunt. © IMTEST

Gemüse ist für viele ein wichtiger Testpunkt. Karotten gelingen im Aldi-Modell recht ordentlich: meist weich, gelegentlich bissfest – Röstaromen entstehen aber nicht. Die Paprika bleibt dagegen fast roh. Das führt zu einer mittelmäßigen Bewertung: gut für Karotten, nur befriedigend für Paprika.

Insbesondere die Paprika ist eher aufgewärmt als gar. © IMTESTStromverbrauch und Lautstärke: Der Aldi-Airfryer ist leise

Mit 53 Dezibel arbeitet das Gerät angenehm leise. Auch der Energieverbrauch überzeugt: Selbst bei regelmäßigem Einsatz liegen die Jahreskosten bei rund 15 Euro. Damit gehört das Aldi-Modell zu den effizientesten im Test.

Fazit: Die Aldi-Heißluftfritteuse ist ein Schnäppchen

Mit einem Preis von 49 Euro ist die Ambiano-Heißluftfritteuse von Aldi das günstigste Modell im Test. Sie punktet mit einfacher Bedienung, geringer Lautstärke, niedrigem Stromverbrauch und praktischen Funktionen wie der Shake-Erinnerung und der Abschaltautomatik. Schwächen zeigt das Gerät bei der Frittierleistung: Pommes bleiben weich, Paprika zu fest. Auch der Temperaturbereich ist eingeschränkt. Für Gelegenheitsnutzer mit kleinem Budget ist das Modell dennoch eine solide Wahl.

Affiliate-Disclaimer

Die mit einem Stern (*) oder einem Einkaufswagen (🛒) gekennzeichneten Links sind s.g. Affiliate-Links. Bei Kauf über einen dieser Links erhält IMTEST vom Anbieter eine Provision. Die Auswahl der Produkte wird davon nicht beeinflusst, die Redaktion arbeitet zu 100 % unabhängig. Weitere Informationen zur redaktionellen (Test-)Arbeit und den journalistischen Standards finden Sie hier.