Taiwan hat nach einem chinesischen »Sicherheitseinsatz« in den Gewässern östlich des Landes Schiffe der Küstenwache in das Gebiet entsandt. Damit solle »angemessen« auf Chinas Aktion reagiert werden, die »gegen das Völkerrecht« verstoße, teilte die Küstenwache mit. Insgesamt wurden demnach mehr als fünf Schiffe zur Überwachung entsandt.
Zuvor waren den Angaben zufolge vier staatliche Schiffe aus China in taiwanischen Gewässern gesichtet worden. Sie waren demnach von der südostchinesischen Hafenstadt Xiamen aus aufgebrochen. Chinesische Staatsmedien berichteten, es handle sich um »einen Spezialeinsatz zur Durchsetzung der
Seeverkehrsgesetze in den Gewässern östlich der Insel Taiwan«.
Streit betrifft auch Japan und die Philippinen
Hintergrund ist ein Streit um die Seegrenzen in der Region, der auch Japan und die Philippinen betrifft. Die beiden Länder hatten im vergangenen Monat angekündigt, Gespräche zur »Festlegung einer Seegrenze« für eine gemeinsame Wirtschaftszone aufzunehmen. Die chinesische Regierung bezeichnete diese Pläne als »illegal«. Sie beansprucht die ausschließliche Kontrolle über die betroffenen Gewässer.
Die gemeinsamen Vorbehalte gegenüber den maritimen Gebietsansprüchen Chinas haben in den vergangenen Jahren zu einer verstärkten Annäherung zwischen Japan und den Philippinen geführt. Seit dem Amtsantritt von Japans konservativer Regierungschefin Sanae Takaichi haben sich die Beziehungen zwischen China und Japan deutlich verschlechtert.
China betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als
abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit
dem Festland vereint werden soll. Das chinesische Militär hat wiederholt Manöver vor der Küste Taiwans durchgeführt.
Taiwan
Taiwan:
China kritisiert Reise von Bundestagsdelegation nach Taiwan
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Taiwan:
Und dann spricht er doch über Taiwan
China und Taiwan:
Darum geht es im Taiwan-Konflikt