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Hamburg – Sabotage-Verdacht beim Ironman in Hamburg: Plötzlich wird die Radstrecke zur Gefahrenzone. Offenbar liegen Metallsplitter auf der Fahrbahn. Zahlreiche Athleten klagen über platte Reifen, müssen abbremsen oder sogar unterbrechen.

Auf der Radstrecke der Ironman European Championship Hamburg sollen am Sonntagmorgen im Bereich Kirchwerder Metallsplitter ausgestreut worden sein. Das berichtet das Online-Portal „Tri-Mag“. Zwischen 100 und 150 Athleten klagten demnach über Reifenpannen und mussten ihre Fahrt unterbrechen. Einige Sportler sollen sich durch die kleinen Metallteile auch Verletzungen zugezogen haben.

Solche spitzen Metallsplitter haben sich in die Reifen der Sportler in Hamburg gebohrt

Solche spitzen Metallsplitter haben sich in die Reifen der Sportler in Hamburg gebohrt

Foto: HamburgNews

Polizei stellt Metallsplitter sicher

Ein Polizeisprecher zu BILD: „Wie die Metallspäne da hingekommen sind, wissen wir nicht.“ Der Kriminaldauerdienst konnte Splitter mit einem Durchmesser von etwa fünf Millimetern sicherstellen. Bei der Polizei gingen bislang Meldungen von mindestens 50 Teilnehmern wegen eines platten Reifens ein.

Der Einsatz wurde laut Polizei um 8.10 Uhr ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt lief das Rennen bereits. Es habe zunächst weiter stattgefunden, zwischenzeitlich sei jedoch ein möglicher Abbruch diskutiert worden. Letztlich habe sich die Rennleitung für die Fortsetzung entschieden.

Dieses Beweisfoto eines Metallsplitters zeigte die Sportschau in ihrer Übertragung

Dieses Beweisfoto eines Metallsplitters zeigte die Sportschau in ihrer Übertragung

Foto: ARD

Ermittlungen wegen möglicher Sabotage laufen

Besonders bitter ist der Vorfall, weil in Hamburg unter allen Amateursportlern 60 Startplätze für den begehrten Ironman am 10. Oktober 2026 in Kailua-Kona auf Hawaii vergeben werden. Für viele ist das mehr als nur ein Rennen. Es ist der Traum ihres Sportlerlebens. Wer wegen eines platten Reifens entscheidende Minuten verliert, riskiert möglicherweise den Start in Hawaii.

Während einige Anwohner spontan mit Werkzeug halfen, machten andere ihrem Ärger lautstark Luft. An einigen Häusern hingen Protest-Plakate mit Aufschriften wie „Ihr raubt uns unsere Freiheit“. Wie die Metallsplitter auf die Strecke gelangten und ob es eine gezielte Sabotage war, ist unklar. Die Ermittlungen der Polizei wegen möglicher Sabotage und eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr dauern an.