Ein Feuer habe sich auf einer Fläche von 40 Quadratmetern ausgebreitet; es sei gelöscht worden, teilte das Unternehmen weiter mit. In dem zentralen Lager in der Sperrzone um das vor 40 Jahren havarierte AKW Tschernobyl werden abgebrannte Brennelemente aus anderen ukrainischen Kernkraftwerken langfristig gelagert.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, dass sie von ukrainischer Seite über die „erheblichen Schäden“ an dem Gebäude informiert worden sei. Betroffen sind demnach die Fassade, die Fenster und Türen. Auch benachbarte Gebäude seien durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen. Ein IAEA-Team werde die Anlage in Kürze besuchen, um die Auswirkungen zu begutachten, teilte die Behörde mit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte bei X, der Vorfall sei „äußerst besorgniserregend“, da er sich in einer Liegenschaft ereignet habe, wo große Mengen an Kernmaterial gelagert seien – nur wenige Meter vom angegriffenen Gebäude entfernt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den russischen Drohnenangriff als „extrem niederträchtig“. Russland habe das Gebiet gezielt angegriffen, schrieb Selenskyj auf X. Eine Drohne vom Typ Shahed habe eines der Gebäude der Anlage getroffen. Es handele sich um eine äußerst kritische Infrastruktureinrichtung.

Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine

Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Sonntag mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein 59-jähriger Mann sei bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die zentralukrainische Region Dnipropetrowsk getötet worden, erklärte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Nach Angaben des staatlichen Rettungsdiensts wurde zudem ein 56-jähriger Minibusfahrer bei einem Drohnenangriff in der südlichen Region Saporischschja getötet. Bei den Angriffen auf Dnipropetrowsk sei außerdem ein 35-jähriger Mann verletzt und Infrastruktur beschädigt worden, erklärte Hanscha weiter.

Ukraine: Haben Kontrolle über wichtige Logistikroute übernommen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über einen Teil einer wichtigen russischen Nachschubroute zur besetzten Halbinsel Krim übernommen. Ukrainische Drohneneinheiten könnten entlang der Strecke Melitopol–Tschonhar in der Südukraine russische Militärfahrzeuge und Logistik angreifen, teilte das 3. Regiment der Spezialkräfte mit.

Nach Angaben des Militärs erschwert dies die Versorgung russischer Truppen auf der seit 2014 besetzten Krim sowie den Transport von Treibstoff. Die ukrainischen Streitkräfte veröffentlichten dazu ein Video, das Drohnenangriffe auf Ziele in den besetzten Gebieten zeigen soll. Eine unabhängige Überprüfung der Aufnahmen war zunächst nicht möglich.

Die Route Melitopol–Tschonhar gilt als wichtiger Teil der russischen Landverbindung zur Krim. In den vergangenen Wochen war es auf der Halbinsel bereits zu Treibstoffengpässen gekommen. Ukrainische Angriffe auf Nachschubwege und auf russische Energieinfrastruktur gelten als wahrscheinliche Ursache.

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