Mehrere Tornados stehen auf einem Rollfeld.

AUDIO: Militär-Übung am Flughafen Hamburg (1 Min)

Stand: 08.06.2026 06:05 Uhr

Ab heute wird es am Hamburger Flughafen teilweise deutlich lauter als sonst. Die Luftwaffe führt dort bis Freitag eine Übung mit sechs Tornado-Kampfflugzeugen durch.

Vor allem Anwohnerinnen und Anwohner müssen sich auf ein paar ungewöhnlich laute Start- und Landegeräusche einstellen. Die Kampfflugzeuge kommen vom Luftwaffengeschwader „Immelmann“ in Jagel in Schleswig-Holstein. Sie sollen bis Freitag zwei Mal am Tag in Fuhlsbüttel starten und landen.

Flugsicherung entscheidet über Start- und Landebahn

Wie beim regulären Flugverkehr entscheidet die Deutsche Flugsicherung, über welche Start- und Landerichtung geflogen wird. Wohin die Tornado-Maschinen fliegen und wie lange sie jeweils in der Luft sind, ist nicht bekannt.

100 Soldaten sind dabei

Insgesamt nehmen etwa 100 Soldatinnen und Soldaten an der Übung mit dem Namen „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ teil. Hintergrund des Trainings: Im Ernstfall sind laut Luftwaffe militärische Basen Ziele möglicher Angriffe. Streitkräfte sollen deshalb in der Lage sein, auf zivile Flughäfen auszuweichen.

Wohl keine Einschränkungen für Reisende

Für Reisende in Fuhlsbüttel soll es laut Hamburg Airport wegen der Trainingsflüge keine Einschränkungen geben. Mitte April gab es bereits eine ähnliche Übung der Luftwaffe am Lübecker Flughafen.

Beschwerde-Hotline eingerichtet

Für Beschwerden über Fluglärm hat die Bundeswehr unter 0800 – 8620730 eine Hotline eingerichtet. Man kann sich auch per Mail an FLIZ@bundeswehr.org beschweren. Laut Dachverband der Fluglärmbetroffenen (BIG) gehören die Tornado-Kampfflugzeuge zu den lautesten Maschinen, die in Deutschland eingesetzt werden.

Blick aus der Luft auf mehrere Flugzeuge, die am Hamburg Airport abgefertigt werden. (Archivfoto)

Trotz gleichbleibender Passagierzahlen hat der Hamburger Airport im vergangenen Jahr zehn Millionen Euro mehr erwirtschaftet als im Jahr 2024.

Flugzeuge stehen am Hamburger Flughafen.

Ab dem 29. März wird es ab Fuhlsbüttel neben einer neuen Airline auch deutlich mehr Verbindungen nach Nord- und Osteuropa geben.