Geländeverluste

ISW: Kampfleistung Russlands nimmt deutlich ab

Aktualisiert am 08.06.2026 – 11:50 UhrLesedauer: 2 Min.

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Wladimir Putin (Archivbild): Der russische Machthaber konnte mit dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg keine Stärke demonstrieren. (Quelle: IMAGO/Russian Foreign Ministry’s official \ apaimages/imago)

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Das russische Militär hat nach Berechnungen des ISW im Mai 280 Quadratkilometer Gelände verloren. Und auch sonst läuft es für Putin nicht nach Plan.

Das Vormarschtempo Russlands sinkt, und die Ukraine erobert zunehmend Gebiete zurück. Zu diesem Schluss kommt das Institute for the Study of War (ISW) nach der Auswertung mehrerer Quellen. Zwar unterscheiden sich die genauen Werte der von Russland und der Ukraine eroberten Gebiete je nach Quelle, die Tendenz geht allerdings bei allen in die gleiche Richtung.

Das ISW schätzt, dass russische Streitkräfte im Mai 2026 etwa 40 Quadratkilometer erobert oder infiltriert haben. Berechnungen des ISW, die diese Infiltrationsgebiete ausklammern, ergeben jedoch, dass russische Streitkräfte die Kontrolle über etwa 280 Quadratkilometer verloren haben. Ukrainische und russische Stellungen würden oft nah beieinander liegen und die sogenannte Todeszone als Gebiet mit erhöhtem Drohnenangriffsrisiko dehne sich aus. Das erschwert laut ISW die präzise Berechnung der russischen und ukrainischen Gewinne und Verluste.

Die ukrainischen Angriffe auf Sankt Petersburg zu Beginn und zum Ende des Internationalen Wirtschaftsforums demonstrieren laut ISW ebenfalls, dass Russland seine Großstädte selbst während internationaler Veranstaltungen nicht zuverlässig vor ukrainischen Angriffen schützen kann. Die Bemühungen des Kreml, das Wirtschaftsforum mit Zehntausenden internationalen Gästen zur Demonstration von Stabilität – sowohl im Inland als auch im Ausland – zu nutzen, wurden durch die Angriffe vollends untergraben.

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Am vergangenen Samstag griff die Ukraine zum Ende des Wirtschaftsforums den Hauptstützpunkt der russischen Ostseeflotte in Sankt Petersburg, das Öldepot Petergofskaja und das Ölterminal Neste in Lomonossow bei Sankt Petersburg an. Bereits am 3. Juni, zum Beginn des Wirtschaftsforums, hatte die Ukraine die zweitgrößte russische Stadt angegriffen.

Russland räumt erstmals Rückgang der Ölförderung ein

Ein weiterer Punkt, an dem die aktuelle russische Schwäche erkennbar ist, ist die Treibstoffkrise in ganz Russland, insbesondere auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim. Dort kommt es aktuell regelmäßig zu Benzinrationierungen, nachdem ukrainische Drohnenangriffe die Lieferwege im Südosten der Ukraine unterbrochen haben. Berichten zufolge gibt es an Tankstellen lange Schlangen und rationierte Abgabemengen für Benzin und Diesel.