Die Bemühungen um ein angemessenes Gedenken an die rund 200 toten badischen Soldaten, die im Frühjahr 1917 im Winterbergtunnel in der französischen Picardie erstickt sind, dauern bereits länger als der ganze Erste Weltkrieg (1914-1918). Nachdem vor mehr als fünf Jahren, also Anfang 2021, die Frage im Raum stand, ob der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Leichname der Männer des einstigen Konstanzer Reserve-Infanterieregiments (RIR) 111 aus dem Stollensystem bergen soll und kann, wurde im Sommer 2022 nur eine Kamera-Erkundung des Stollens vorgenommen, nach der der Plan einer Bergung verworfen wurde. Stattdessen sollte am Winterberg eine Gedenkstätte für die Gefallenen entstehen. Der Baubeginn lässt immer noch auf sich warten.