Nach Einschätzungen aus Sicherheitskreisen könnte der nächtliche Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen, der einen großflächigen Stromausfall in der Region auslöste, gezielt gelegt worden sein. Zudem deute die Vorgehensweise auf linksextremistische Täter hin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Sie weise Parallelen zu den zwei mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlägen auf die Stromversorgung in Berlin im September vergangenen Jahres auf. Hinweise auf einen möglichen Drahtzieher im Ausland gebe es nicht.

Der Verfassungsschutz Baden-Württembergs bestätigte die Vermutungen der Ermittler zunächst aber nicht. »Dem Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg liegen derzeit
keine weiterführenden Erkenntnisse zur mutmaßlichen Brandstiftung in
Reutlingen vor«, teilte eine Sprecherin der Behörde mit. Es sei noch kein Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Die Polizei ermittle daher weiterhin in
alle Richtungen.

In der Nacht hatte es im Umspannwerk Reutlingen-West gebrannt. Das Werk fiel aus und zog eine weitere Anlage in Mitleidenschaft. Dadurch waren zehntausende Menschen zunächst ohne Strom, auch ein Krankenhaus war betroffen. Der Brand führte zu einem Schaden von mehreren Millionen Euro.

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