
Stand: 08.06.2026 17:29 Uhr
Bei Rohrarbeiten in Gehrden (Region Hannover) haben Bauarbeiter sieben menschliche Skelette gefunden. Dabei handelt es sich laut der zuständigen Archäologin um drei Erwachsene und drei Kinder.
Ein Skelett konnte bislang noch nicht zugeordnet werden, sagte Kommunal-Archäologin Ute Bartelt dem NDR. Die Skelette wurden den Angaben zufolge nebeneinander in drei Reihen bestattet. Am Montag gab die Region Hannover ein Foto frei, das die Fundsituation zeigt. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich in die eine und die andere Richtung diese Reihen fortsetzen“, so die Archäologin. Sie vermutet, dass die Menschen im frühen Mittelalter zwischen 700 und 1000 nach Christus gelebt haben. Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) über den Fund berichtet.
Sind es die Skelette von Ur-Gehrdenern?
Damals habe sich durch Gehrden mit dem „Hellweg“ eine wichtige Verkehrsader gezogen, so Archäologin Bartelt. Dieser Weg habe das Ruhrgebiet mit Magdeburg verbunden. Zwischen dem Bentherberg im Norden und dem Gehrdener Berg im Süden liegt Gehrden den Angaben zufolge „wie ein Nadelöhr“. Dort hätten sich die Menschen niedergelassen und seien dort auch begraben worden, sagte Archäologin Bartelt. Wie alt die Menschen zum Zeitpunkt des Todes waren und ob sie auf der Durchreise oder Ur-Gehrdener waren, sollen weitere Untersuchungen klären.

Die Archäologen haben mehrere Feuerstellen freigelegt. Vor einem Jahr wurden hier zwei Schwerter aus der Bronzezeit entdeckt.

Die Funde aus der Eiszeit wurden vor 50 Jahren aus dem Salzgittersee geholt. Die Besitzer schenkten sie jetzt dem Museum.