Insolvenz in Hamburg

Keine Rettung in Sicht: Beliebte Pizzeria gibt auf

Aktualisiert am 09.06.2026 – 02:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Neapolitanische Pizza auf einem Teller (Symbolbild): Die L’Antica Pizzeria da Michele aus Ottensen hat Insolvenz angemeldet.Vergrößern des Bildes

Neapolitanische Pizza auf einem Teller (Symbolbild): Die L’Antica Pizzeria da Michele aus Ottensen hat Insolvenz angemeldet. (Quelle: IMAGO / Depositphotos)

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Eine beliebte Hamburger Pizzeria hatte nach ihrer Insolvenz noch auf Rettung gehofft. Nun ist der Kampf ums Überleben endgültig gescheitert.

Der Pizzaofen an der Bahrenfelder Straße 177 in Ottensen bleibt künftig kalt: Die „L’Antica Pizzeria da Michele“ musste den Betrieb einstellen, die Gesellschaft hinter dem Restaurant wurde am 5. Juni aufgelöst. Das geht aus dem Handelsregister hervor. Zuvor wurde am 1. Juni das Insolvenzverfahren eröffnet.

Seit Ende März kümmerte sich Birte Jensen von der Pluta Rechtsanwalts GmbH als Insolvenzverwalterin um die Rettung der Pizzeria. Es habe auch Verhandlungen mit einem Interessenten gegeben, sagte sie dem „Abendblatt“.

Keine Einigung erzielt

Doch eine Einigung kam nicht zustande: „Leider hat sich für den operativen Geschäftsbetrieb der Da Michele Hamburg GmbH keine Fortführungs- und Sanierungslösung ergeben“, sagte Jensen. Gläubiger müssen ihre Forderungen nun bis zum 20. Juli schriftlich bei der Insolvenzverwalterin anmelden.

Die Voraussetzungen für einen Erhalt der neapolitanischen Pizzeria schienen günstig. Noch Anfang April zeigte sich Insolvenzverwalterin Jensen optimistisch: Bei der „L’Antica Pizzeria da Michele“ handle es sich um einen „etablierten und von den Kunden nach meiner bisherigen Wahrnehmung auch gut angenommenen Geschäftsbetrieb“, sagte sie damals dem „Abendblatt“.

Kompliziert war die Struktur der Betreiber: Zwei Geschäftsleute aus Italien hatten die Pizzeria im August 2025 übernommen. Als Geschäftsführer war zuletzt aber nur Pio Barone Lumaga aus Neapel eingetragen. Der Unternehmer war vorher bereits in Berlin an einem Restaurant beteiligt – doch auch das „Peppino é basta“ aus Tempelhof-Schöneberg ist nach einer Insolvenz mittlerweile dauerhaft geschlossen.