Geheimtipp in Franken
Ausflug in die „schönste Altstadt Deutschlands“
Aktualisiert am 09.06.2026 – 04:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Farbenfrohe Häuse in Dinkelsbühl (Archivbild): Die Altstadt ist fast 900 Jahre alt, das sieht man ihr an – im positiven Sinne. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Thomas Hess/imago)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Die schmucke Kleinstadt liegt gerade einmal rund 100 Kilometer von Nürnberg entfernt. Sie sticht im positiven Sinne heraus – und ist nicht überlaufen.
Franken ist bekannt für seine malerischen Städte – doch eine Kleinstadt im Landkreis Ansbach übertrifft alle anderen. Dinkelsbühl wurde vom Magazin „Focus“ einst sogar zur „schönsten Altstadt Deutschlands“ gekürt und ließ dabei sogar das weltbekannte Rothenburg ob der Tauber hinter sich. Was die Stadt so besonders macht und warum sich ein Besuch lohnt.
In Dinkelsbühl geht es deutlich ruhiger zu als im benachbarten Rothenburg ob der Tauber – und dennoch steckt die Kleinstadt mit rund 12.000 Einwohnern voller Geschichte. Wer durch das Zentrum schlendert, trifft gefühlt an jeder Ecke auf ein Stück Vergangenheit.
Kein Zufall: Die Stadt wurde vermutlich bereits um 730 nach Christus als fränkischer Königshof gegründet – strategisch gelegen zur Sicherung einer wichtigen Fernwegkreuzung. Die heutige Altstadt soll schließlich um 1130 errichtet worden sein.
Um 1372 entstand die heutige Stadtmauer, die das Stadtbild prägt. Sie umgibt das Zentrum auf einer Länge von 2.500 Metern. Zuvor gab es bereits eine wesentlich kleinere Mauer, den „staufischen Mauerring“. Auch von diesem sind noch Reste zu sehen.
Zeitgleich ist die Mauer ein guter Ausgang für einen Stadtspaziergang: Wer dem Mauerring Richtung Spitalhof folgt, kommt zum „Mauerknick“, wo die alte und die neue Mauer zusammentreffen. Auch die historischen Zwinger und Zwingertürme sowie vier Stadttore sind bis heute vollständig erhalten.
Eine schmucke Kirche – mit besonderem Fenster
Sehenswert ist zudem das Münster St. Georg. Die mächtige Kirche wurde in den Jahren 1448 bis 1499 erbaut und gilt nach Angaben der Stadt als die schönste spätgotische Hallenkirche Süddeutschlands. Ein kurioses Detail ist das sogenannte „Brezenfenster“ – gestiftet von der Bäckerzunft.
Um die Kirche herum können Besucher wunderschöne Gassen mit zahlreichen Fachwerkhäusern bestaunen. Besonders charmant: Viele Aufschriften der Geschäfte und Restaurants in der Innenstadt sind in altdeutscher Schrift verfasst – und fügen sich so perfekt ins Stadtbild ein.



