Gewitter, Dauerregen, Wind

Amtliche Warnungen in Dutzenden Kreisen

09.06.2026 – 12:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Unfall bei einem Unwetter (Symbolbild): Autofahrer sollten während Gewitter und Dauerregen besonders aufpassen. (Quelle: IMAGO/Henry Mungenast / EinsatzReport2/imago)

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Die Schafskälte hat Deutschland im Griff. Der Deutsche Wetterdienst spricht in verschiedenen Regionen Warnungen aus.

In dutzenden Landkreisen und kreisfreien Städten gelten am Dienstag amtliche Wetterwarnungen: wegen Gewittern, steifen Windböen und Dauerregen.

Die Gewitter treffen dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge vor allem den Norden und den Nordwesten. Wo die loskrachen, wehen zudem steife bis stürmische Böen mit Windstärken von bis zu rund 70 km/h erwartet. Der DWD betont die Lebensgefahr, die von Blitzen ausgeht. Außerdem können leichte Gegenstände umhergewirbelt werden und zu gefährlichen Geschossen werden. Der DWD empfiehlt: „Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz suchen; Gewässer meiden.“

Auch für den Mittwoch warnt der DWD im Westen und Nordwesten sowie in der westlichen Mitte vor Gewittern.

An den Alpen fällt unterdessen Dauerregen. Konkret betroffen ist eine Gegend vom Werdenfelser Land in Ostbayern bis zum Berchtesgadener Land. Der Regen hält laut DWD bis in die Nacht zum Donnerstag mit unterschiedlicher Intensität an. In dieser Zeit fallen – mit Unterbrechungen – zwischen 40 und 60 Liter pro Quadratmeter.

Schafskälte: So erklärt sich das Phänomen

Der DWD hat Warnstufe Orange ausgerufen, das ist Stufe 2 von 4. Straßen und Unterführungen könnten überflutet werden. Der Wetterdienst rät: „Verhalten im Straßenverkehr anpassen; überflutete Abschnitte meiden.“

Es ist die berüchtigte Schafskälte, die Deutschland im Griff hat – das Phänomen einer relativ kalten Phase tritt oft Mitte Juni auf und lässt sich laut dem Diplom-Meteorologen Dominik Jung gut erklären. „Die physikalische Ursache ist der thermische Kontrast zwischen der bereits deutlich erwärmten Landoberfläche und dem noch kühlen Nordatlantik, der nordwestliche Kaltluftvorstöße begünstigt“, erläuterte er t-online.

Der DWD-Meteorologe Oliver Reuter meint: „Richtig usselig könnte es am Mittwoch werden, wenn wir vom Juni zurück in den April katapultiert werden.“ Die Höchstwerte liegen dann bei kühlen 15 bis 19, örtlich vielleicht 20 Grad.