An der Euronext erreichten die Rapsterminkontrakte für die Lieferung im August 2026 am Donnerstag noch ein neues Kontrakthoch von 535,50 €/t. Am Freitag fielen die Kurse dann wieder auf 519 Euro Tonne und die neue Woche beginnt mit einem leichten Minus.Die Sojabohnen-Preise fielen unter 1150 US-Cent pro Bushel und erreichten damit ein Viermonatstief. Günstige Wachstumsbedingungen in den USA und ein zügiger Anbaufortschritt verstärkten die Erwartungen eines reichlichen Angebots. 

Die sich verbessernde Witterung in wichtigen US-Regionen förderte die Pflanzenentwicklung, während die jüngsten Regenfälle die Dürresorgen in Teilen der Great Plains linderten und die anfänglichen Befürchtungen über Verzögerungen bei der Aussaat im Mittleren Westen reduzierten. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) meldete zudem einen Anbaufortschritt von 87 % Ende Mai, was über dem Fünfjahresdurchschnitt liegt, und einen überdurchschnittlichen Auflauf von 65 %. Die Bewertung des Pflanzenzustands fiel mit 66 % (gut bis ausgezeichnet) leicht unter den Erwartungen aus und spiegelte die uneinheitliche regionale Entwicklung wider. 

Die Exportaussichten bleiben schwach. Die US-Sojabohnenexporte werden voraussichtlich ab dem Fiskaljahr 2025 um etwa 344 Millionen Tonnen zurückgehen, da China weiterhin ein wichtiger, aber unbeständiger Abnehmer ist. US-Exporteure zeigten sich enttäuscht darüber, dass bisher keine nennenswerten neuen Maiskäufe aus China gemeldet wurden, obwohl politische Signale Mitte Mai auf höhere chinesische Agrarimporte hindeuteten. 

Das makroökonomische und geopolitische Umfeld ist weiterhin von großer Ungewissheit geprägt, was die Marktvolatilität anheizt. Am 100. Tag des Krieges kam es  zu erneutem Raketenbeschuss zwischen Israel und dem Iran; dies trieb den Ölpreis (pro Barrel) am Montagmorgen in New York wieder über die Marke von 94 US-Dollar – nach einem Tiefstand von 89,70 US-Dollar am Freitag.