Immer mehr Menschen haben eine anerkannte Schwerbehinderung. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts (IT NRW) hervor. Während Ende 2023 noch 35.825 Menschen in Mönchengladbach einen gültigen Schwerbehindertenausweis besaßen, waren es Ende des vergangenen Jahres 36.410. Damit ist die Zahl um mehr als 500 gestiegen. Noch deutlicher wird die Tendenz im Vergleich zum Jahr 2001, damals besaßen in Mönchengladbach 23.701 Menschen einen Schwerbehindertenausweis – und damit 12.124 Betroffene weniger. Als schwerbehindert gilt jede Person, die einen Grad der Beeinträchtigung von mindestens 50 nachweisen kann.

Besonders vertreten waren in den vergangenen Jahren Frauen. Seit 2013 ist ihr Anteil höher als der von den Männern, die zuvor häufiger betroffen waren. Bei der Art der Beeinträchtigung handelte es sich Ende vergangenen Jahres mehrheitlich um Querschnittslähmungen, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderungen oder Suchtkrankheiten (7915). Weitere 7870 Menschen waren von einer Beeinträchtigung der Funktion innerer Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Am kleinsten war die Gruppe der Betroffenen bei denen, die Gliedmaßen ganz oder teilweise verloren hatten (120).

Mehr Frauen ab 75 Jahren haben einen Schwerbehindertenausweis in NRW

Aus Länderebene verzeichnen die Statistikerinnen und Statistiker ebenfalls einen leichten Anstieg der Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis. Ende vergangenen Jahres waren es 1,99 Millionen Menschen und damit 2,4 Prozent mehr als bei der letzten Erhebung zum Jahresende 2023. Dabei war in den meisten Fällen eine Krankheit der Grund für die Schwerbehinderung (94 Prozent), bei vier Prozent war sie angeboren und bei einem Prozent durch einen Unfall oder eine Berufskrankheit verursacht.

Im Geschlechtervergleich fiel auf, dass Frau und Mann grundsätzlich gleich betroffen sind. Vergleicht man ergänzend dazu jedoch auch nach Altersgruppen, wird deutlich: Im Alter von über 75 Jahren haben mehr Frauen (55 Prozent) eine anerkannte Schwerbehinderung als Männer. Das Statistische Landesamt führt das auf die höhere Lebenserwartung von Frauen zurück.