
AUDIO: Sirenen-Fehlalarm in Halle – Fall liegt weiter beim LKA (1 Min)
Mutmaßlicher Cyberangriff
Stand: 09.06.2026 15:01 Uhr
Nach einem Sirenenalarm in Halle an einem Januar-Abend, der mutmaßlich durch einen Cyberangriff ausgelöst wurde, hatte das Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. Möglicherweise wurde eine Sicherheitslücke genutzt, um den Alarm auszulösen. Diese ist nach Angaben der Stadt Halle inzwischen geschlossen. Der Verursacher ist noch nicht ermittelt worden.
Knapp ein halbes Jahr nach einem offenbar durch einen Cyberangriff ausgelösten Sirenenalarm in Halle liegt der Fall weiter beim LKA. Ein Verursacher ist noch nicht ermittelt.
Wenige Infos zum aktuellen Stand
Wie ein Sprecher der Behörde MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, liegt der Fall auf dem Tisch der so genannten Cyber-Crime-Unit „intensiv“. Ob es zwischenzeitlich eine heiße Spur gibt, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Bereits kurz nach dem Vorfall im Januar hatten sich Kripo, Staatsschutz und Experten für IT-Forensik mit dem Vorfall befasst. Dazu hieß es damals von der Polizei, geprüft würden die internen Vorgänge der Alarmauslösung der städtischen Sirenen und die genutzte Software des Systems. Ein Cyberangriff sei möglich, könne aber weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Halle
Der Sirenenalarm am Samstag in Halle geht offenbar auf einen Cyberangriff zurück. Das teilte Oberbürgermeister Alexander Vogt mit. Nun ermittelt die Polizei.
OB bereits im Januar deutlicher
Deutlicher hatte sich kurz nach dem Vorfall Halles Oberbürgermeister Alexander Vogt (parteilos) geäußert. Er sagte, dass der Sirenenalarm vermutlich auf einen Cyberangriff zurückzuführen sei. Jemand habe sehr wahrscheinlich von außen auf die Systeme zugegriffen. Die Stadt habe Anzeige bei der Polizei erstattet.

LKA ermittelt
Nach den Sirenen-Fehlalarmen in Querfurt und Halle ermittelt die Polizei. Das LKA sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen beiden Fällen. Der Bund prüft derweil Konsequenzen.
Vogt zeigte sich von dem Vorfall betroffen. Er sagte, er habe hohe Empathie mit Menschen, die aus Kriegsgebieten gekommen seien und durch einen solchen Alarm an Traumata erinnert würden.

Meinung
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Stadt: Sicherheitslücke behoben
Am Samstag, den 10. Januar, hatte es in Halle gegen 22 Uhr für rund 15 Minuten Sirenenalarm gegeben. Zusätzlich warnte eine englischsprachige Lautsprecherdurchsage vor einem bewaffneten Angreifer und wies die Bevölkerung an, sich einzuschließen.

zum Hören
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Die Stadt hatte danach in einer ersten Mitteilung erklärt, dass ein technischer Defekt vorgelegen habe. Eine Gefahr bestand demnach nicht. Nun hieß es auf MDR-Nachfrage, man habe die einstige Sicherheitslücke geschlossen. Die Sirenen seien einsatzbereit. Der Vorfall vom Januar sei keine Bagatelle, man sei sich der komplexen Sicherheitslage im Zuge der Digitalisierung bewusst. Kurz nach dem Alarm in Halle hatte es auch einen Vorfall in Querfurt gegeben.


Halle und Querfurt
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Podcast
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Bedarf weiter da
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MDR (Marc Weyrich, Christoph Dziedo, Felix Fahnert) | Zuerst veröffentlicht am 13.01.2026