Ein Radfahrer fährt über eine von der Sonne orange angestrahlte Straße

Stand: 09.06.2026 15:20 Uhr

Für einen heißen Sommer sind Niedersachsens Städte nicht gut aufgestellt. In einer Erhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) schneiden Langenhagen und Hannover besonders schlecht ab. In einzelnen Städten sieht es positiver aus.

Für ihren Hitze-Check hat die DUH untersucht, wie viel Schatten Pflanzen in einer Stadt spenden, wie sich die versiegelte Fläche entwickelt hat und wie stark die Bevölkerung von sommerlicher Hitze betroffen ist. Keine der untersuchten 19 niedersächsischen Städte mit 50.000 oder mehr Einwohnern schneidet in mehr als einer Kategorie positiv ab. Eine Stadt wird sogar in allen drei Kategorien negativ von der DUH bewertet: Langenhagen.

Wenig Bäume, mehr Versiegelung

In Langenhagen (Region Hannover) gibt es demnach weniger als 20 Prozent schattenspendende Bäume. In der Zeit zwischen 2018 und 2025 ist zudem rund ein Prozent der Stadtfläche zusätzlich versiegelt worden und der Hitzebetroffenheitsindex der Bevölkerung liegt bei 16,3. Positiv wäre den Angaben zufolge ein Wert von 13,74 oder geringer. Der Hitzebetroffenheitsindex setzt sich laut DUH zu gleichen Teilen aus den Faktoren Versiegelung, Grünvolumen, durchschnittliche Oberflächentemperatur der Sommermonate und Bevölkerungsdichte zusammen.

Hitzebetroffenheitsindex: Hannover mit schlechtestem Wert

Beim Hitzebetroffenheitsindex schneidet in Niedersachsen Hannover am schlechtesten ab – mit einem Wert von 16,79. Auch der Versiegelungstrend der vergangenen sieben Jahre liegt mit einem Plus von 0,59 Prozent in der Landeshauptstadt im roten Bereich. Etwas besser sieht es für die Landeshauptstadt in punkto Schatten durch Grünpflanzen aus, dem sogenannten Beschirmungsgrad, der 25 Prozent der Stadtfläche ausmacht – und damit laut DUH im mittleren Bereich liegt.

Positive Aspekte in Oldenburg, Lingen und Wilhelmshaven

In Niedersachsen erreicht nur eine der 19 Städte einen positiven Wert beim Beschirmungsgrad: Oldenburg. Dort sind mehr als 32 Prozent der Fläche von schattenspendenden Bäumen bedeckt. Allerdings schlägt auch dort der Versiegelungstrend mit einem Plus von 0,52 Prozent negativ zu Buche. Weitere Städte mit immerhin einem positiven Aspekt sind Lingen und Wilhelmshaven. In beiden liegt der Hitzebetroffenheitsindex im grünen Bereich mit einem Wert unter 13,74. Allerdings weist auch Lingen einen negativen Versiegelungstrend auf. Wilhelmshaven erreicht mittlere Werte in Sachen Beschirmungsrad und Versiegelungstrend – und schneidet damit landesweit am besten ab.

Offenburg ist Hitze-Stadt, Kiel ist Positiv-Beispiel

Bundesweiter Negativ-Spitzenreiter ist der DUH-Erhebung zufolge Offenburg – mit einem Beschirmungsgrad von 12,78 Prozent, einem Versiegelungstrend von plus 0,5 Prozent und einem Hitzebetroffenheitsindex von 16,57. Am besten ist die Hitze der Erhebung zufolge für Menschen in Kiel auszuhalten. 31,9 Prozent der Stadtfläche sind von schattenspendenden Bäumen bedeckt, der Hitzebetroffenheitsindex liegt bei 13,52 und der Versiegelungstrend in den vergangenen sieben Jahren im mittleren Bereich von plus 0,27 Prozent.

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