Die Lüpertzender Straße ist seit Langem eine Baustelle. Immer wieder sind auf dem Abschnitt zwischen Geropark und Berliner Platz Maßnahmen gestartet worden, die den Verkehrsfluss mal mehr, mal weniger stark einschränkten und dabei auch Fußgänger und Radfahrer betrafen. Seit Anfang des Jahres ist es besonders einschneidend: Ab der Straße „An der Flieschermühle“ ist die Lüpertzender Straße in Richtung „Berliner Platz“ eine Einbahnstraße. Die NEW erneuert dort Gas-, Wasser- und Stromleitungen. Fußgänger müssen sich einen Weg durch die vielen Bauzäune schlängeln. Kurzfristig kündigt die Stadt nun an, dass ab Mittwoch, 10. Juni, auf dem westlich gelegenen Teilstück zusätzlich eine Vollsperrung eingerichtet wird. Die ist gleichzeitig der Auftakt für den Kostenpflichtiger Inhalt lange erwarteten und Kostenpflichtiger Inhalt umfangreichen Umbau der Lüpertzender Straße.

Umbau für 60 Millionen Euro

Über ein Jahr soll für mehr als 60 Millionen Euro eine Fahrradstraße mit viel Grün entstehen, die die Aufenthalts- und Wohnqualität erhöht. Ein zentrales Element wird ein sogenanntes „grünes Band“ auf der nördlichen Straßenseite sein, das durch eine Abfolge von Straßenbäumen, Staudenflächen und Sträuchern gebildet wird. 23 neue Baumpflanzungen sowie 21 weitere Kleinbäume sollen dort Wurzeln schlagen. Parkplätze werden entsiegelt, Kostenpflichtiger Inhalt fast jeder dritte fällt ganz weg. Dem Gladbach, der unterirdisch in einem Kanal verläuft, wird eine besondere Bedeutung zugemessen – und er wird auf dem etwa 600 Meter langen Abschnitt in Form eines kleinen Bachlaufs symbolisch an die Oberfläche geholt.

Vor der Musikschule entsteht ein Platz mit Sitzmöglichkeiten und einem Wasserspiel. Die Bushaltestellen werden etwas verschoben, es gibt künftig eine Hol- und Bringzone. Grundsätzlich liegt der Fokus darauf, die Situation für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Daher werden die Lüpertzender Straße, die Weiherstraße und die Gasthausstraße zu Fahrradstraßen, auf denen Autoverkehr (als Anlieger) geduldet ist, die Radler aber Vorrang haben. Es gilt dann Tempo 30. Zudem soll der Durchgangsverkehr minimiert werden. So wird der Bereich vor der Musikschule (also zwischen den Straßen „Am Kämpchen“ und „An der Flieschermühle“) zur Einbahnstraße in Richtung Geropark. Der Busverkehr ist davon ausgenommen.

Vollsperrung im Bereich des Geroparks

Mit Beginn des ersten Bauabschnitts wird der Bereich zwischen Geropark und Bleichstraße (also der westliche Teil der Lüpertzender Straße) bis voraussichtlich Ende Juli vollgesperrt. Der östlich gelegene Teil kann in der Zeit weiterhin über die Bleichstraße angefahren werden. Die Weiherstraße und Gasthausstraße westlich der Sperrung können über die Aachener Straße und die Ludwigstraße angefahren und über die Heinrichsstraße wieder verlassen werden. Die Durchfahrtssperre mit Pollern auf der Gasthausstraße wird für die Zeit der Vollsperrung geöffnet. Entsprechende Umleitungen sind ausgeschildert.

Insgesamt wird die Umgestaltung in acht Bauabschnitten realisiert. Eine Vollsperrung wird voraussichtlich nur im Abschnitt zwischen Geropark und Bleichstraße erforderlich sein – jetzt zu Beginn und zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Bachlauf und Grünanlagen hergestellt werden. Alle übrigen Bauabschnitte sollen nach Möglichkeit ohne weitere Vollsperrungen mit Einbahnstraßenregelungen umgesetzt werden, heißt es von der Stadt.