
Ukraine-News
Stand: 09.06.2026 19:07 Uhr
19:07 Uhr
Bulgarien will keine Waffen mehr an Ukraine liefern
Bulgarien will keine Waffen mehr an die Ukraine liefern und spricht sich zugleich für Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau aus. Das erklärte der neue Verteidigungsminister Dimitar Stojanow laut der Nachrichtenagentur BTA. Er sagte: „Es ist nicht geplant, dass die bulgarische Seite der ukrainischen Armee weitere Waffen liefert“. Stattdessen sei es an der Zeit, einen gerechten Frieden zu suchen, der von beiden Kriegsparteien bestimmt werde.
Bulgarien hatte als Nato- und EU-Mitglied der Ukraine in den Jahren 2024 und 2025 unter anderem Panzerabwehrraketen, gepanzerte Fahrzeuge und Haubitzen geliefert. In den Jahren 2022 und 2023 hatte das Land offiziell keine direkten Waffenexporte in die Ukraine gemeldet, sondern vor allem über europäische Zwischenhändler geliefert. Die neue Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Rumen Radew wurde im vergangenen Monat vereidigt. Radew galt zuvor als pro-russisch, kündigte nach Amtsantritt jedoch eine pro-europäische Ausrichtung an. (Quelle: Reuters)
16:53 Uhr
Brand in russischem Öllager gelöscht
Ein durch einen ukrainischen Angriff ausgelöster Brand in einem Öldepot in der russischen Oblast Krasnodar ist gelöscht worden. Das teilten die örtlichen Rettungsdienste mit. Die Behörden hatten das Feuer in der Stadt Ust-Labinsk am Samstag auf einen ukrainischen Drohnenangriff zurückgeführt. (Quelle: Reuters)
15:39 Uhr
Selenskyj trifft baltische und nordische Regierungschefs in Estland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in Estlands Hauptstadt Tallinn an einem Gipfeltreffen der nordischen und baltischen Staaten teilgenommen. Als Gast kam er dort mit den Regierungschefs der sogenannten NB8-Gruppe zusammen. Bereits vor Beginn der Beratungen führte Selenskyj Einzelgespräche mit mehreren Ministerpräsidenten sowie mit Estlands Staatspräsident Alar Karis. Zu den NB8-Staaten zählen Schweden, Finnland, Norwegen, Island, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen. (Quelle: dpa)
13:45 Uhr
EU plant Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer
Das nächste EU-Sanktionspaket gegen Russland soll eine umfassende Visasperre für russische Soldaten umfassen. „Wir schlagen vor, jedem die Einreise in die EU zu verbieten, der seit Kriegsbeginn in den russischen Streitkräften gedient hat“, kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel an. Europa solle für jeden verschlossen bleiben, der an der Invasion der Ukraine beteiligt sei. (Quelle: dpa)
09:44 Uhr
Russische Schattenflotte passt offenbar Strategie an
Die russiche Schattenflotte hat einer Auswertung von NDR und „Süddeutscher Zeitung“ zufolge die Zahl der Sicherheitsleute an Bord deutlich erhöht. Nachdem zuvor nur sehr vereinzelt Sicherheitsleute eingesetzt wurden, schnellte die Zahl demnach ab Frühsommer 2025 sprunghaft an. Hintergrund ist ein Datensatz zu den Besatzungen der Schiffe. Die Daten wurden von einer Nichtregierungsorganisation mit internationalen Medien geteilt.
Die erhöhte Zahl von Sicherheitspersonal ist offenbar eine Reaktion Russlands auf das härtere Vorgehen des Westens, durch das mehrere Tanker gestoppt wurden. Russland nutzt die häufig maroden Tankschiffe dafür, westliche Sanktionen gegen den Verkauf russischen Öls zu unterlaufen. (Quelle: Tagesschau.de)
07:14 Uhr
Update: Vier Tote bei Angriffen auf Region Charkiw
Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die ukrainische Region Charkiw sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Die vier Personen kamen nach Angaben des regionalen Gouverneurs Oleh Synjehubow in der Stadt Tschuhujiw ums Leben.
Video:
Angriffe auf die Region Charkiw (1 Min)
Sechs weitere Menschen seien dort verletzt worden, teilte die Bürgermeisterin der Stadt bei Telegram mit. Bei einem Drohnenangriff auf die Regionalhauptstadt Charkiw hätten zudem 15 Menschen medizinische Hilfe benötigt.
Unterdessen meldete die von Russland annektierte Halbinsel Krim die Abwehr von Drohnenangriffen. (Quelle: Reuters)
02:39 Uhr
UN drängen Russland und Ukraine zu neuer Diplomatie
Die UN-Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, hat Russland und die Ukraine aufgerufen, zur Diplomatie zurückzukehren. Vor dem UN-Sicherheitsrat warnte sie, der Krieg sei derzeit tödlicher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit Beginn der russischen Großinvasion 2022. Zugleich erneuerte sie die Forderung nach einer sofortigen, vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe.
Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja bezeichnete das Angebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu direkten Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als Provokation. Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk forderte die Verbündeten seines Landes zu deutlich mehr Unterstützung, insbesondere bei der Luftverteidigung, auf. (Quelle: EBU)
02:07 Uhr
Russland: Sind mit Belarus notfalls zu Atomwaffeneinsatz bereit
Russland und Belarus sind nach Angaben aus Moskau bereit, zur Gewährleistung ihrer Sicherheit alle verfügbaren Mittel einschließlich Atomwaffen einzusetzen. Dies sagte der russische Vize-Außenminister Michail Galusin der Zeitung Iswestija. Galusin verwies auf die russische Militärpräsenz in Belarus sowie regelmäßige gemeinsame Übungen und Bereitschaftsprüfungen. Beide Staaten seien ständig bereit, die Sicherheit des gemeinsamen Unionsstaates zu gewährleisten. (Quelle: Reuters)
Video:
Russland und Belarus üben mit Nuklearwaffen (1 Min)
01:12 Uhr
Selenskyj spricht mit US-Unterhändlern über neue Friedensinitiative
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner über neue diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gesprochen. Selenskyj bezeichnete das Telefonat als positiv und dankte beiden für ihre Bereitschaft, in den kommenden Wochen an einer Wiederbelebung der Gespräche zu arbeiten.
Thema waren auch mögliche Gespräche am Rande des G7-Gipfels. Die von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine waren zuletzt wegen des Iran-Kriegs weitgehend ins Stocken geraten. (Quelle: Reuters, dpa, AFP)
00:05 Uhr
Die Ereignisse gestern – 8. Juni 2026
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben Russland zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung nach einem Treffen in London forderten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Gespräche auf Basis der aktuellen Frontlinie. Die USA und Europa sollen dabei aktiv eingebunden werden.
Gleichzeitig gingen die Kämpfe weiter. Bei russischen Angriffen auf die Region Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden nach Behördenangaben fünf Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Auch die Städte Charkiw und Odessa wurden in der Nacht mit Drohnen angegriffen, mehrere Personen wurden verletzt.
Video:
Russische Angriffe auf Charkiw und Odessa (1 Min)
Die Ukraine meldete ihrerseits Angriffe auf zahlreiche russische Militär- und Energieziele. Nach Angaben des Generalstabs wurden auf der besetzten Krim unter anderem Öldepots, eine Geheimdienst-Kommandozentrale und weitere militärische Einrichtungen getroffen. Auch Anlagen in den russischen Regionen Wolgograd, Belgorod und im Hafen Noworossijsk seien angegriffen worden. Russische Behörden berichteten von einem Toten und einem Verletzten nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Zug auf der Krim.
Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass beeinträchtigen die zunehmenden ukrainischen Angriffe auf Energie- und Treibstoffanlagen inzwischen die Kraftstoffversorgung in mehreren südlichen Regionen Russlands.
Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrskyj erklärte zudem, die Streitkräfte hätten im Mai rund 100 Quadratkilometer von russischer Besatzung befreit. Seit Jahresbeginn habe die Ukraine insgesamt mehr als 600 Quadratkilometer mehr zurückerobert, als Russland neu erobert habe.
00:00 Uhr
Ukraine-News von Dienstag, 9. Juni 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Nachrichten und Hintergründe
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe zum Krieg.

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Russland führt Krieg gegen die Ukraine – Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.