Wenig Stadtgrün
Nürnberg bleibt im Glücksranking weit hinten
09.06.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Stadtbild Nürnberg: Die Menschen hier sind vergleichsweise unzufrieden. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)
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Nürnberg verbessert sich im Glücksranking – und landet trotzdem fast ganz hinten. Vor allem ein Aspekt gibt zu denken.
Nürnberg verbessert sich im Städteranking 2026 des SKL Glücksatlas auf 6,71 Punkte, bleibt aber mit Rang 35 von 40 untersuchten Großstädten weit hinten. Die Stadt teilt sich den Platz mit Berlin und liegt weiter deutlich unter dem Großstadt-Durchschnitt von 7,02 Punkten.
Dabei nennt der Glücksatlas konkrete Schwächen im Lebensumfeld und bei der Gesundheit: „Angststörungen und Depressionen treten häufiger auf als im Städtedurchschnitt.“ Zudem verfüge Nürnberg über vergleichsweise wenige Erholungsflächen und Stadtparks. Laut Ranking ist Nürnberg damit die bayerische Großstadt mit dem niedrigsten Zufriedenheitswert. Augsburg und München schneiden demnach besser ab.
Gute Daten, schlechte Stimmung
Auffällig ist: Viele objektive Kennzahlen sprechen eigentlich für Nürnberg. Beschäftigung, Wirtschaftsleistung und Steuereinnahmen lägen auf solidem Niveau, heißt es. Auch bei der Sicherheit stehe die Stadt vergleichsweise gut da: Die Zahl der Straftaten sei niedrig, Wohnungseinbrüche kämen seltener vor als in vielen anderen Großstädten.
Positiv wirkten laut Glücksatlas außerdem kurze Pendeldistanzen und eine moderate Mietpreisentwicklung. Trotzdem seien die Nürnberger spürbar unzufriedener, als es diese Bedingungen erwarten ließen. Die Autoren bezeichnen Nürnberg deshalb als typischen „Underperformer“.
Gemischtes Bild bei der Zufriedenheit in der Stadt
Die Verteilung der Zufriedenheit zeigt ein gemischtes Bild. Der Anteil der Unzufriedenen sinkt von 10,2 auf 8,4 Prozent und liegt damit leicht unter dem Großstädtedurchschnitt von 8,6 Prozent. Gleichzeitig fällt aber auch der Anteil der Hochzufriedenen weiter: Nur noch 36,0 Prozent der Nürnberger zählen dazu, im Großstädtedurchschnitt sind es 45,2 Prozent.
Bundesweit steigt die Lebenszufriedenheit in den 40 größten Städten zwar weiter, allerdings nur noch leicht: Der Durchschnitt liegt bei 7,02 Punkten. Der Zuwachs kommt vor allem daher, dass weniger Menschen sehr unzufrieden sind – ihr Anteil sank binnen zwei Jahren von 10,6 auf 8,6 Prozent. Hochzufrieden sind dagegen kaum mehr Menschen als zuvor: Ihr Anteil liegt fast unverändert bei 45,2 Prozent. Für das Städteranking 2026 wurden zwischen 2022 und 2026 insgesamt 23.286 Menschen im Alter von 16 bis 84 Jahren in den 40 größten deutschen Städten befragt.
