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Jetzt spricht der Star-Anwalt von Investor Hasan Ismaik (48). Der jordanische Geschäftsmann wird ab jetzt von Ex-CSU-Staatsminister Peter Gauweiler (76) vertreten. Der Star-Anwalt mit Schwerpunkt Gesellschaftsrecht und Wirtschaftsstrafrecht vertrat schon Leo Kirch (✝︎84) im Prozess gegen die Deutsche Bank und erwirkte rund 775 Millionen Euro Schadensersatz.

Nun also kümmert sich Gauweiler um die Anliegen von Ismaik. Denn: Seit dem Absturz in die Regionalliga steht 1860 München Kopf. Wie BILD bereits berichtete, soll am Ende mit einer vom Verein ausgegliederten neuen Gesellschaft ab 24.7. in der Regionalliga gespielt werden. Die KGaA, an der Investor Hasan Ismaik (48) auch nach der Kündigung des Kooperationsvertrages 60 Prozent der Anteile hält, soll im Insolvenzfall abgewickelt werden. Klingt einfach, ist es aber nicht.

Ismaik schlägt mit Gauweiler zurück!

Der Star-Jurist zu BILD: „Ich glaube, dass das Scheitern der Verhandlungen letzte Woche vorsätzlich war. Ich glaube, da ist ein Masterplan dahinter. Die Insolvenz in Kauf zu nehmen, in die Regionalliga abzusteigen, mit dem Gedanken: ‚Damit schaffen wir es, dass wir die KgaA auflösen und Ismaik sind wir los.‘“

Gewagte These, denn: Einen Masterplan bei 1860 sucht man mindestens seit 20 Jahren vergebens.

Gauweiler weiter: „Das Geld hätte von Herrn Ismaik vorige Woche auf Knopfdruck gezahlt werden können. Wir hegen auch die Hoffnung, dass das noch passiert.“

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Bis jetzt ist die für die Lizenz benötigte Summe von 2,7 Millionen Euro nicht eingegangen. Am 21. Mai kündigte Ismaik ein Darlehen (über rund 3,5 Millionen) wodurch es überhaupt erst zu der prekären Situation kam. Um eine Insolvenz noch verhindern zu können, müssten nach BILD-Informationen rund acht Millionen eingehen. Warum so viel? Die Dauerkarten müssten erstattet werden (rund vier Millionen), der Wegfall der Sponsoreneinnahmen (Hauptsponsor ‚Die Bayerische‘ hat vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht) muss kompensiert werden und die Gehälter der Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle der KGaA müssen bezahlt werden.

Zur gegenwärtigen Situation sagt Gauweiler: „Es gibt schon noch Möglichkeiten, den Profifußball für 1860 zu erhalten. Die DFB-Statuten lassen eine Beschwerde gegen den Abstieg zu. Diesen Versuch würden wir gerne gemeinsam machen, um den Profifußball zu erhalten für 1860. Das ist der Versuch von Herrn Ismaik, das zu erreichen.“

Fakt ist: Es gab eine Ausschlussfrist, die ist letzten Mittwoch um 17 Uhr abgelaufen. Alles danach hat für den DFB keine Bedeutung. Aber auch im Verbandsrecht gilt: Beschwerde kann immer erhoben werden, Erfolgsaussichten sind jedoch sehr gering. Außerdem kann Ismaik nicht als Einzelperson agieren, dies müsste über die KGaA laufen. Gauweiler sagt aber auch: „Herr Ismaik prüft jetzt alle Optionen. Die Angriffe von Herrn Mang haben ihn persönlich sehr getroffen und haben ihn sehr, sehr verletzt.“ Mang sprach zuletzt davon: „Wir befinden uns in einem Befreiungskampf.“