Zwölf Spitzenköche, 35 Manufakturen: Was die Gastgeber Swetlana und Christian Krüger von der Faktorei 21 im Duisburger Innenhafen am Sonntag, 12. Juli, in ihrem Lokal am Innenhafen zu bieten haben, kann sich nicht nur zahlenmäßig sehen lassen. Auch qualitativ soll das Gourmet-Festival unter dem Titel „Das kulinarische Laufhaus“ die Erstauflage vom vergangenen Jahr noch toppen.
Am Mittwoch boten Krüger und ein Teil seiner Gastköche schon einmal einen Einblick, was an diesem Tag alles auf den Teller und ins Glas kommt. „Hier sind nur Spitzenköche am Werk – ob mit oder ohne Stern. Wir fokussieren uns nicht auf Sterneköche, Vielfalt ist uns wichtig“, so der Gastgeber. Und mehr als zuvor soll diesmal auch die Regionalität im Mittelpunkt stehen.
Damit trifft er wohl auch den Nerv seiner Gastköche. „Gerade in der Jahreszeit, in der wir mit Hochzeiten und Events nicht wenig zu tun haben, bin ich gern ein zweites Mal dabei“, sagte Sternekoch Sven Nöthel vom „Mod“ in Duisburg-Baerl. Auch ihm sei es ein Anliegen, die Region zu stärken und Duisburg voranzutreiben, besonders in kulinarischen Dingen.“ Insgesamt 300 Tickets für Fans der guten Küche sind zu haben und noch, so Krüger, seien noch Karten zu haben.
„Wo eine 2 vorne steht, kommt gleich Gegenwind“, so Nöthel im Hinblick auf den Ticketpreis von 210 Euro pro Person. Das Problem ist wohl eher die Vergleichbarkeit: Wo gibt es schon jeweils ein Gericht aller Köche, weitere Speisen der Foodpartner und alle Getränke wie Champagner, Wein, Bier und Alkoholfreies zu einem Preis?
Als eines der Highlights gibt’s live filetierten Thunfisch, zubereitet mit Gurke, Eigelb, Ingwer, Sesam und anderen Ingredienzien. Sommerlich-leicht soll es schmecken, und lecker wird es sowieso.
In Kooperation mit dem Food-Großhändler Hanos wollen die Niederländer beim Gourmet-Festival zeigen, was beim Frittieren jenseits von Kroketten und Frikandeln noch möglich ist. Man darf gespannt sein. Philip Rümmele vom Restaurant Verve in Krefeld wird mit einer bretonischen Hummersuppe aufwarten, und Christian Krüger wartet mit seiner „Currywurst & Bubbles by Christian Krüger“ auf. „Die Currywurst wurde ja bekanntlich in Duisburg erfunden, das ist amtlich bestätigt – auch wenn man in Düsseldorf oder Berlin vielleicht darüber lacht.“ Deshalb will Krüger auch die Ehre des oft verschmähten Happens aufpolieren. „Das kann viel mehr sein als eine aufgeschnittene Wurst in einer Pappschachtel mit einer Soße und etwas Curry darüber“, so der Spitzenkoch. Mit ausgewählten Champagnern will er die Currywurst veredeln.
Jens Lobert von der Rheingold Brauerei in Wanheimerort wird an seinem alten Feuerwehrauto Pils, Alt und Export aus eigener Herstellung ausschenken. Bettys Weinhock in der Altstadt ist mit den eigenen Weinen aus Württemberg, der „Stahlrebe“ präsent. „Die Palette reicht von feinherb bis zum süßen Grauburgunder“, erklärte Bettina Sonn. Da sei für jeden Geschmack etwas dabei.
Nic Shanker steht seit 27 Jahren an der Bar und wird mit David Rippen und Hakan Celebi Cocktails mixen – unter anderem auch den „Espresso Martini“. Sein Start-up-Unternehmen bietet neun verschiedene Cocktails auch in Flaschen an, die ohne großen Aufwand serviert werden können. „Das schmeckt wie frisch gemixt und ist sechs Wochen haltbar“, so Shanker.