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Bremen – Nach Hinweisen von Ermittlern aus den USA haben Spezialkräfte der Polizei Bremen einen 37-Jährigen festgenommen. Er soll seit Jahren mehrere Darknet-Seiten betrieben haben, auf denen Missbrauchsaufnahmen angeboten wurden.
Nach Angaben der Polizei soll der Mann aus Bremen spätestens seit Anfang 2021 im Darknet aktiv gewesen sein und mindestens neun Websites mit Darstellungen von Kindesmissbrauch betrieben haben.
Verdächtiger soll mehr als 100.000 Euro kassiert haben
Tatsächlich soll der Verdächtige dafür jedoch nur die Startseiten bereits existierender Plattformen kopiert haben. Polizeisprecher Nils Matthiesen: „Den Nutzern wurde vorgetäuscht, dass es sich um Plattformen handele, die jeweils kostenpflichtige Zugangsbereiche mit kinderpornographischen Inhalten enthielten. Auf diese könne gegen Zahlung von Kryptowährungen zugegriffen werden.“ Nach bisherigen Erkenntnissen soll er damit Einnahmen im sechsstelligen Bereich erzielt haben.
Zeitgleich mit der Vollstreckung eines Haftbefehls gegen den Mann beschlagnahmte die Polizei Datenträger. Sie werden nun ausgewertet. Dabei wird sich zeigen, ob der 37-Jährige nur vorgab, Pädokriminelle mit Aufnahmen versorgen zu können, oder solche tatsächlich verbreitete. Allerdings kann schon das Anbieten oder Bewerben solcher Darstellungen mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden.