Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Drohnenangriffe auf Russland – Historisches Museum getroffen
Aktualisiert am 10.06.2026 – 10:50 UhrLesedauer: 8 Min.
Das Haus des Panoramas, das an die Verteidigung von Sewastopol 1854-1855 erinnert, wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die Krim getroffen.
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Ein EU-Land drängt auf Friedensverhandlungen. Auf der Krim wird ein historisches Museum von einem Drohnenangriff getroffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Drohnenangriffe auf Russland – Historisches Museum getroffen
Bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland ist auf der annektierten Halbinsel Krim ein historisches Museum in Sewastopol getroffen worden. Das Dach des Museums, das an den Krimkrieg von 1853 bis 1856 erinnert, geriet in Brand, wie die örtlichen Behörden am Mittwoch mitteilten. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. Wegen der zunehmenden Luftangriffe schränkten die Behörden den nächtlichen Zugverkehr auf der Krim ein. Zuvor war in dieser Woche bei einem Drohnenangriff ein Bahnarbeiter getötet und ein Lokführer verletzt worden.
Deutschland Initiative für die Ukraine mit 300 Millionen Euro
Im Zuge des Antrittsbesuchs des tschechischen Verteidigungsministers Jaromir Zuna in Berlin hat der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius verkündet, eine tschechische Initiative zur Beschaffung von Artilleriemunition für die Ukraine zu unterstützen. Deutschland werde das Vorhaben mit 300 Millionen Euro unterstützen, laut Pistorius entspräche das etwa dem Wert von 50.000 Schuss der Langstreckenmunition. Laut dem tschechischen Verteidigungsministerium wurden in der Vergangenheit bereits rund drei Millionen Artilleriegranaten an die Ukraine geliefert.
Russland: Drohnenangriff auf Stadt mit Ölraffinerie
Die russische Stadt Nowokuibyschewsk in der Region Samara wird nach Angaben des Regionalgouverneurs Wjatscheslaw Fedorischew von Drohnen angegriffen. Der staatliche Ölkonzern Rosneft betreibt in dem Gebiet die Ölraffinerie Nowokuibyschewsk. Der Luftraum über Samara sei gesperrt worden, schreibt Fedorischew auf Telegram, ohne
weitere Details zu nennen.
Autobombe bei Moskau: Spekulationen um getöteten General
Unweit der russischen Hauptstadt Moskau ist ein Mann durch eine Autobombe getötet worden. Die Explosion fand nach Angaben des Staatlichen Ermittlungskomitees gegen 5.30 Uhr Ortszeit (4.30 Uhr MESZ) in einem fahrenden BMW statt. Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, wobei offen gelassen wurde, in welche Richtung ermittelt wird. Informationen der Tageszeitung „Kommersant“ nach wurde die Bombe aus bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff unter dem Boden des Wagens angebracht. Mehr dazu lesen Sie hier.
Bulgarien will keine Waffen mehr an Ukraine liefern
Bulgarien will keine Waffen mehr an die Ukraine liefern und fordert Verhandlungen zwischen den Regierungen in Kiew und Moskau. Das kündigte der neue Verteidigungsminister Dimitar Stojanow an, wie die Nachrichtenagentur BTA berichtet. „Es ist nicht geplant, dass die bulgarische Seite der ukrainischen Armee weitere Waffen liefert“, sagte er. Es sei an der Zeit, einen gerechten Frieden zu suchen, der von beiden Kriegsparteien bestimmt werde.
Das Nato- und EU-Mitglied lieferte der Ukraine 2024 und 2025 unter anderem Panzerabwehrraketen, gepanzerte Fahrzeuge und Haubitzen. Noch 2022 und 2023 hatte Bulgarien offiziell keine Waffen und Munition in die Ukraine geliefert, sondern hauptsächlich an europäische Zwischenhändler. Die neue Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Rumen Radew wurde im vergangenen Monat vereidigt. Radew war als pro-russisch bekannt, sicherte nach seiner Vereidigung aber zu, eine pro-europäische Politik zu verfolgen.
