Von 2021 an sei er arbeitsunfähig gewesen, wie so viele seiner
Kollegen. Ein Drittel der gut 1.000 Beschäftigten im Bremer Jobcenter sei
immer wieder langfristig krankgeschrieben.

Das Jobcenter
bestreitet auf Nachfrage der ZEIT diesen hohen Anteil. Eine Erkrankung könne zudem vielfältige
Gründe haben. »Ein direkter Zusammenhang zwischen einzelnen Erkrankungen
und der konkreten Tätigkeit im Jobcenter Bremen lässt sich daraus nicht
ableiten.«

Sind die Fälle, die Fred Göcken schildert, denn Extrembeispiele oder Alltag?

Weder
noch, heißt es in der Antwort der Sprecherin. Die Gründe für fehlende
Mitwirkung der Sozialleistungsempfänger seien vielschichtig: Krankheit, Überforderung, schwierige
Lebenslagen. »Es greift aus Sicht des Jobcenters Bremen zu kurz,
sämtliche Fälle als bewusste Verweigerungshaltung zu interpretieren.«