Karlsruhe ist offiziell Spitzenreiter: Im Städteranking 2025 liegt die Stadt bei der objektiv gemessenen Lebensqualität auf Platz 1 von 40. Doch bei der Lebenszufriedenheit folgt der Absturz: Rang 38 von 40. Das Ranking zeigt damit ein unbequemes Muster: Gute Rahmenbedingungen machen Menschen nicht automatisch glücklich.

So wurde das Ranking erstellt

Das Städteranking 2025 erscheint als Sonderstudie im SKL Glücksatlas. Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte dafür zwischen 2022 und 2025 insgesamt 23.468 Menschen im Alter von 16 bis 78 Jahren repräsentativ.

Der Schlossplatz in Karlsruhe. (Archivbild)

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Der Schlossplatz in Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Viviane Turhan

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Der Schlossplatz in Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Viviane Turhan

Underperformer Karlsruhe, Overperformer Krefeld

Karlsruhe ist das Paradebeispiel für einen „Underperformer“: starke Zahlen, schwache Stimmung. Krefeld liefert das Gegenstück: objektiv nur Platz 37 – aber bei der Lebenszufriedenheit Platz 2.

Am glücklichsten sind die Menschen in Kassel, am unglücklichsten in Rostock.

Viel Wohlstand, wenig Wohlgefühl

Objektiv hat Karlsruhe einiges vorzuweisen: geringe Arbeitslosigkeitüberdurchschnittliche Wirtschaftskraft und eine sehr gute Infrastruktur. Gleichzeitig drücken andere Faktoren auf die Stimmung: hohe Mieten, demografische Besonderheiten wie viele Einpersonenhaushalte und ein eher unterdurchschnittliches Freizeitangebot.

Karlsruhe. (Symbolbild)

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Karlsruhe. (Symbolbild)
Foto: hhs

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Karlsruhe. (Symbolbild)
Foto: hhs

Immerhin: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Lebenszufriedenheit in Karlsruhe um 0,18 Punkte. An der grundsätzlichen Schieflage ändert das aber wenig.

Großstadt-Effekt: Je größer die Stadt, desto schwerer das Glück

Dass die Lebenszufriedenheit in größeren Städten oft niedriger ist, lässt sich auch objektiv erklären: Mit der Stadtgröße steigen typischerweise MietpreiseStausLuftbelastung und teils Kriminalität – während die Wohnfläche pro Person sinkt. Dazu kommt ein sozialer Faktor: In großen Städten ist das Gefühl von Verbundenheit oft schwächer, gleichzeitig ist die Ungleichheit häufiger stärker ausgeprägt.

Ein weiterer Dämpfer: Glück ist in Karlsruhe ungleich verteilt

Auffällig ist auch die Ungleichheit der Zufriedenheit14,2 Prozent sind mit ihrem Leben in Karlsruhe unzufrieden – ein besonders hoher Anteil. Und das wirkt: Wo Glück stark ungleich verteilt ist, sind Menschen im Schnitt unzufriedener als dort, wo Zufriedenheit breiter getragen wird.